Peinliche Funde aus der Schulzeit

Ein Fund aus meiner Jugend hat mich jüngst zum Gespött der eigenen Verwandtschaft gemacht. Mein Bruder fand in einer Kiste mit alten Schulsachen die Kopien meiner Entschuldigungen. Die durfte ich mir in der Oberstufe selbst ausstellen und hatte sie lediglich vom Lehrer abzuzeichnen. Wenn man es mit der Begründung nicht übertrieb, funktionierte das ganz gut. Ich kann mich heute noch an Schulsamstage erinnern, an denen ich so entschuldigt ganz legal „blau“ machte.

Ehrlich und richtig war das natürlich selten – weswegen das Vorlesen von Entschuldigungen vor versammelter Verwandtschaft immer peinlich ist. Mehrere Male hieß es „Bus verpasst“ (stimmte oft). In zwei Fällen gab ich eine „Beerdigung“ an (glatt gelogen). Richtig peinlich wurde es bei folgender Begründung: „Der Versuch, ohne Wecker allein aufzustehen, schlug fehl“. Ich muss zu meiner Ehrenrettung sagen, es handelte sich um eine Entschuldigung für die Physikstunde. Dort gehören Fehlversuche zu jedem Unterricht. Mein Lehrer zeichnete die Entschuldigung ohne Zögern ab.