Park-Falle am Ev. Feierabendhaus

Die unklare Parkregelung an der Döinghauser Straße: Das Halteverbot ist zwar nur zeitlich befristet, doch durch die durchgezogene Mittellinie darf im Einmündungsbereich überhaupt nicht geparkt werden.
Die unklare Parkregelung an der Döinghauser Straße: Das Halteverbot ist zwar nur zeitlich befristet, doch durch die durchgezogene Mittellinie darf im Einmündungsbereich überhaupt nicht geparkt werden.
Foto: WP

Schwelm..  Auf der Döinghauser Straße in Höhe des Evangelischen Feierabendhauses wartet auf Kraftfahrzeugführer eine Falle – genauer gesagt eine Parkfalle. Wer nicht gerade die Straßenverkehrsordnung im Detail verinnerlicht hat, der tappt garantiert hinein. So ergangen ist es auch Klaus Baginski. Die Nachhilfestunde vom Amt hat in zehn Euro gekostete.

„Mit geht es nicht um das Verwarngeld von zehn Euro“, sagt der Arzt. Als Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes hat er häufiger in dem Altenheim, das von der Evangelischen Stiftung Volmarstein betrieben wird, zu tun. Und ebenso häufig ist er auf der Suche nach einem Stellplatz für sein Auto.

Mittellinie verbietet dort das Parken

Um den Autofahrern das (Park-)Leben zu „erleichtern“, gibt es in diesem Bereich gleich vier Halteverbotsschilder. Damit es nicht zu einfach ist, kommen noch Einschränkungen hinzu für Lkw und den zeitlichen Rahmen der Gültigkeit. Doch damit nicht genug. Im Einmündungsbereich zur Viktoriastraße teilt auch noch eine durchgezogene Mittellinie die Fahrbahn in zwei Hälften.

Und eben diese durchgezogene Mittellinie wurde dem Mediziner zum Verhängnis. Die Schilder sagen eigentlich, wann das Parken am Fahrbahnrand der Döinghauser Straße erlaubt ist und wann nicht. Doch im Geltungsbereich der Schilder befindet sich eben besagte durchgezogene Mittellinie. „Zwischen Pkw und Mittellinie muss ein Mindestabstand von drei Metern sein“, hat sich der Schwelmer vom Amts wegen belehren lassen müssen.

An dem teil der Döinghauser Straße ist das eben nicht der Fall, darf demzufolge nicht geparkt werden. Das Ordnungsamt habe ihm gesagt, dass dort eine Gefahrenquelle sei und der Rettungswagen freie Bahn brauche, um zum Heim zu kommen“, so Klaus Baginski.

Unklare Beschilderung

„Die Rechtslage ist wohl klar. Doch den meisten Verkehrsteilnehmern ist meiner Beobachtung nach nicht bewusst, dass sie dort nicht parken dürfen und sonst ein Knöllchen riskieren“, moniert Klaus Baginski die seiner Meinung nach schwer zu durchschauende rechtliche Lage.

Auch im Namen anderer Knöllchen-Geschädigter wünscht sich der Mediziner eine klarere Beschilderung in diesem Bereich. So wie die Blechtafeln jetzt stünden, würden sie zur „Falle für die Autofahrer“.