Nummer 38 heißt Hans-Jürgen Glintkamp

Hans - Jürgen Glintkamp wurde am Samstag  zum 38. Ritter von Hopfen und Malz ernannt. Von links: Hans - Jürgen Glintkamp, Horst Brauer, Hans Heinrich Lesker und Günter " Oskar " Rehm.
Hans - Jürgen Glintkamp wurde am Samstag zum 38. Ritter von Hopfen und Malz ernannt. Von links: Hans - Jürgen Glintkamp, Horst Brauer, Hans Heinrich Lesker und Günter " Oskar " Rehm.
Foto: WP

Gevelsberg..  Die Nummer 38 heißt Hans-Jürgen Glintkamp. Der verdiente Kirmesfreund von der KG Schnellmark wurde am Samstag feierlich zum Ritter von Hopfen und Malz geschlagen. In einer zünftig-fröhlichen Feierstunde in der Gaststätte „Im Hippendorf“ erhielt das neue Mitglied der Tafelrunde neben einer schmucken Urkunde die eigens für die Recken geprägte Medaille an der Kette und das edle weiße Hemd.

Gebürtiger Gevelsberger

Mit einem kleinen Schnäpschen und natürlich einem kräftigen Schluck des sinnstiftenden Gebräus aus Hopfen und Malz besiegelte Hans-Jürgen Glintkamp seine Zugehörigkeit zum erlauchten Kreise derer, die sich über viele Jahre als wahre Freunde der Gevelsberger Kirmes erwiesen haben. „Ich fühle mich genau wie vorher“, meinte der 63-Jährige anschließend ganz trocken, fügte aber dann doch hinzu, dass er sich sehr geehrt fühle, dazu zu gehören, „wenn ich so in die Runde gucke.“

Der gebürtige Gevelsberger, der an der Brüderstraße aufwuchs, gehört seit 30 Jahren der Kirmesgruppe Schnellmark an. „Mein Schwager Peter Giese hat sich früher immer meine Tochter Melanie ausgeliehen, für die Wagendarstellung“, erzählte Hans-Jürgen Glintkamp. „Irgendwann hat mich der Vorsitzende Klaus Ipsen angesprochen, ob ich nicht Lust hätte fest mitzumachen.“

Er hatte Lust und arbeitete nicht zuletzt im Vorstand mit. Beim Wagenbau half er, soweit es die Zeit zuließ. Hans-Jürgen Glintkamp arbeitete für verschiedene Unternehmen in Gevelsberg, Opladen, Hagen, Wuppertal und Mönchengladbach als Raumausstatter. Mittlerweile ist er im Ruhestand.

Mit seiner Frau Heike, ebenfalls einer echten Gevelsbergerin, wohnt er an der Schultenstraße. Tochter Melanie ist inzwischen groß und wird von Hans-Jürgen Glintkamp nicht mehr für Wagendarstellungen ausgeliehen. Seine beiden Enkelkinder Justin (14) und Phil (9) nennt er als ein großes Hobbys. Münzsammeln und die Modelleisenbahn gehören auch dazu.

Den Ritterschlag nahm in diesem Jahr übrigens in Vertretung für das leider erkrankte älteste Mitglied der Tafelrunde Gerd Küper, der Zweitälteste vor: Horst Brauer. Hans-Jürgen Glintkamp dankte nach seiner Aufnahme in die Tafelrunde den Rittern für die große Ehre.

Fröhlich feierten die 21 anwesenden Ritter (von 25 lebenden) die Aufnahme ihres neuen Mitglieds. Hans Heinrich Lesker, der die Moderation übernahm, und Klaus Furmanek begleiteten mit Banjo und Akkordeon die zunehmend sangesfreudigen Ritter, die eigene Lieder wie das über die „Kirmes-Ritter“ („Wir Kirmesritter von Hopfen und Malz/Gott erhalt’s, Gott erhalt’s/Denn hier bei Mausi halten wir lange aus./Im Hippendorf sind wir zuhaus.“) und das unverzichtbare „Wenn Du Verstimmung hast“.

Musik, Essen, Kirmesbummel

Für das Essen sorgten die Hippendörfer mit Frankfurter Rindsbockwurst und schmackhaftem Kartoffelsalat, den Hannelore und Frank Kirberg eigenhändig zubereitet hatten. Im Anschluss an die Ernennungsfeier ging es für die Ritter über „ihre“ Kirmes.

Der „Ritter von Hopfen und Malz“ war 1978 auf Initiative des damaligen Chefs der Schwelmer Brauerei, Dr. Walter Prestel eingeführt worden, um in jedem Jahr einen Freund der Gevelsberger Kirmes besonders zu würdigen. Erster Würdenträger war der legendäre Hammerschmied Heinz Fraenz. Die Ernennung fand bis 2009 in der Schwelmer Brauerei statt.

Nachdem diese die Veranstaltung und später den Betrieb einstellte, übernahm die Ritterrunde die Ausrichtung der Feier selbst, und zwar im Vereinslokal „Im Hippendorf“.