NPD-Kandidat wider Willen
28.07.2009 | 19:43 Uhr 2009-07-28T19:43:00+0200Ennepetal. Der Trubel rund um die Kommunalwahl in Ennepetal reißt nicht ab. Nun gibt es einen Kandidaten wider Willen.
Im Zusammenhang mit den Wahlvorschlägen der NPD wurde deshalb jetzt auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.
Hintergrund: Ein Kandidat der NPD erklärt, er sei ohne sein Wissen aufgestellt worden. Mit Schrecken habe er erfahren, dass er als Kandidat für die NPD bei der Kommunalwahl aufgestellt worden sei. Schriftlich teilte er der Stadt Ennepetal mit, dass er seine Zustimmung hierzu nicht gegeben habe.
Der vom Wahlausschuss in seiner Sitzung am 21. Juli für die NPD sowohl im Wahlbezirk als auch auf der Reserve-liste zugelassene Kandidat hat auch in einem persönlichen Gespräch am 28. Juli mit der Stadtverwaltung bestätigt, die entsprechenden Zustimmungserklärungen nicht unterschrieben zu haben.
Dennoch werde sich an der Kandidatur nichts ändern, da die Beschwerdefristen abgelaufen seien, so der Pressesprecher der Stadt Ennepetal, Stephan Langhard, gestern.
Damit werde der Kandidat auf den Stimmzettel übernommen und habe natürlich im Falle seiner Wahl das Recht, diese abzulehnen.
Unabhängig davon hat allerdings die Stadt Ennepetal den Sachverhalt unverzüglich dem Wahlamt des EN-Kreises unter Vorlage entsprechender Dokumente sowie darüber hinaus der Staatsanwaltschaft gemeldet, weil der Verdacht einer strafbaren Handlung vorliege.
Wie bereits berichtet, ist die NPD in Ennepetal in allen 20 Wahlbezirken mit Kandidaten vertreten und stellt mit dem Milsper Andre Hüsgen auch einen eigenen Bürgermeisterkandidaten.