Noch vier Roma-Familien leben in Hasperbach

Entgegen ihrer Ankündigung, dass bis Jahresende alle ausgezogen seien, leben in den Mietshäusern in Hasperbach aktuell noch vier Roma-Familien mit insgesamt 27 Personen. Sie wollen nach Mitteilung der Sozialarbeiter, die sich um sie kümmern, nach wie vor aus den Häusern ausziehen.

Ihr Beweggrund sei nicht ihre Mietsituation, sondern vielmehr Ärger mit der Kindergeldkasse.

Die Kindergeldkasse verlange einen gültigen Mietvertrag als Voraussetzung für die Weiterbewilligung von Leistungen.

Weil die aktuellen Vermieter sie loswerden wollen und von ihnen kein neuer Mietvertrag zu erwarten ist, würden die Roma nun nach anderen Wohnungen Ausschau halten, so die Sozialarbeiter.

Dies geschehe unbenommen der Tatsache, dass es sich bei den bestehenden Mietverträgen nach Auffassung von Mietrechtsexperten um unbefristete Mietverhältnisse handelt. Darüber hinaus ist die Gewährung von Kindergeld auch ohne Mietvertrag möglich, was bei einigen Roma-Familien auch geschehen ist. Die Stadt hatte der Kasse die Meldebescheinigungen vorgelegt.

Die Sozialarbeiter, die die Roma bei Behördengängen begleiten, können die Entscheidung der Kindergeldkasse nicht nachvollziehen und kündigten notfalls rechtliche Schritte in naher Zukunft an.