„Niklas“ mäht zahlreiche Bäume um

Schwelm/Gevelsberg/Ennepetal..  Glück gehabt! Die Feuerwehr rückte zwar in Schwelm, Gevelsberg und insbesondere in Ennepetal zu zahlreichen Einsätzen aus, aber unterm Strich hat Orkantief „Niklas“ hier zwar kräftig geweht, aber vergleichsweise geringe Schäden angerichtet.

Ennepetal

Am meisten zu tun hatten die Kameraden seit Montagabend in Ennepetal – schließlich flächenmäßig die mit Abstand größte Stadt, wo auch die meisten Bäume stehen. Ein solcher war auf die Peddenöder Straße gekracht. Fünf Feuerwehrleute zersägten ihn eine Stunde lang, bis die Straße wieder frei war. Am Dienstag ging es dann vor allem am Morgen Schlag auf Schlag weiter: Um 8.27 Uhr fiel ein Baum in der Waldstraße auf einen Pkw. Sechs Kräfte waren mit zwei Fahrzeugen, unter anderem der Drehleiter, bis 9.17 Uhr eingesetzt.

Von 9.41 bis 10.21 Uhr rückten erneut vier Feuerwehrleute zum Helkenberger Weg aus. Dort war ein Baum auf die Straße gestürzt. Bereits routiniert zerlegten sie auch diesen mit der Motorsäge. Während sie hier noch zu Gange waren, kam bereits um 10 Uhr der nächste Einsatz. Ein Baum sollte im Bereich Fettweide, Schützenstraße auf der Fahrbahn liegen. Drei Kräfte rückten mit einem Rüstwagen aus, doch als sie am Einsatzort ankamen, war der Baum bereits entfernt worden.

Um 10.30 Uhr sollte die Feuerwehr zur Ambrosius Brand Straße, um Verkehrsschilder zu sichern. Der Einsatz konnte abgebrochen werden, weil der Betriebshof die Einsatzstelle übernahm. Um 13.10 Uhr drohte schließlich hinter einem Hotel an der Breckerfelder Straße ein Baum auf eine Garage zu stürzen. Der Bereich wurde großräumig abgesperrt, der Baum von einer Fachfirma entfernt.

Schwelm

In der Kreisstadt waren es ebenfalls die Bäume, die die Feuerwehr beschäftigten. Spektakulär ging es zu, als am frühen Nachmittag ein Baum von der Kleingartenanlage hinter dem Haus Martfeld den steilen Abhang hinab auf die Bahnlinie zu stürzen drohte. Die Bahn hatte den Nahverkehr, der dort herführte zwar eingestellt, aber die ICEs fuhren beispielsweise weiter. Weil der Abhang sehr steil ist, sicherten sich alle Kameraden mit Seilen gegen einen Absturz, als sie den Baum fachgerecht zerlegten.

Einen weiteren Gefahrenbaum entfernte die Feuerwehr etwas später auch bei der Firma Erfurt an der Wupperstraße.

Gevelsberg

Zweimal mussten auch hier die Feuerwehrleute ausrücken, Beide Male hielten auch hier die Bäume den Böen nicht stand. Zunächst drohte ein Baum an der Clemens-Bertram-Straße auf ein Gebäude zu stürzen. Die Kameraden zerlegten ihn fachgerecht über die Drehleiter. Später fuhren sie noch in die Waldstraße, wo sich zwei dicke Äste in der Baumkrone gelöst hatten und drohten, auf die Fahrbahn zu stürzen. Sie wurden ebenfalls entfernt.