Nicht wenige Veränderungen positiv sichtbar

Liebe Bürgerinnen und Bürger,


Ein Jahr voller Ereignisse und Entwicklungen geht zu Ende - Ereignisse und Entwicklungen im privaten Leben und ebenso im öffentlichen Leben unserer Stadt.

Nicht wenige Veränderungen sind positiv sichtbar: Mit vereinten Kräften ist es uns gelungen, den neuen Zentralen Omnibusbahnhof zu bauen. Wie schön, dass kurz danach das Empfangsgebäude des Bahnhofs einen neuen Besitzer gefunden hat. Die Entwicklung dort wird mit dem neuen Jahr beginnen.

Das Investitionsklima und die Gestaltungskraft sind gut, DHL ist nach Schwelm gekommen. Schon steht fest, dass sich weitere Firmen an der Rheinischen Straße ansiedeln werden und die Politik hat grünes Licht für die weitere Entwicklung des Brauereigeländes gegeben. Die Lebenshilfe errichtet das Catharina-Rehage-Haus für ältere Bewohner – ein schönes und wichtiges Zeichen für unsere Gesellschaft.

Schwelm erhält zudem eine Dreifeldsporthalle. Und noch in diesem Jahr wird die erste Familie ihr Haus im neuen beliebten Wohngebiet Winterberg beziehen.

Viele Menschen haben ehrenamtlich Gutes getan, sich um Bedürftige gekümmert, Geld gespendet oder Zeit gegeben. Dafür danke ich Ihnen sehr. In diesem Zusammenhang lenke ich Ihren Blick auch auf Menschen in Schwelm, die fliehen mussten, um ihr Leben zu retten, z. B. im syrischen Bürgerkrieg. Diese Menschen brauchen unser Verständnis – darum bitte ich Sie sehr.

Ein wichtiges Thema war die von der Politik einstimmig geforderte Neuausrichtung der Grundschul-Standorte – keine einfachen Entscheidungen für Eltern, Stadt und Politik, doch notwendig um die Zukunft zu sichern. Tage der offenen Tür haben mir gezeigt, dass die Kinder ihre Schulgebäude annehmen.

Wir haben unsere Freundschaft mit unseren Städtepartnern in Fourqueux bekräftigt -- eine Herzensangelegenheit, auch vor dem Hintergrund, dass vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg begann und Frankreich und Deutschland einander als Erbfeinde schmähten. Nun gedenken wir schon seit drei Jahren gemeinsam am Volkstrauertag der Opfer der Weltkriege.

Stadt hat Energie, Potenzial, Würde

Schwelm ist unsere Welt, aber Schwelm ist auch Partner anderer Städte. Gemeinsam mit anderen EN-Kommunen und dem EN-Kreis ist es gelungen, den Homepark zu verhindern, den IKEA für seine Ansiedlung in Haßlinghausen zur Bedingung gemacht hatte.

Bei dieser unvollständigen Erinnerung an das zu Ende gehende Jahr stelle ich fest, dass sich unser Leben in Schwelm trotz der ungemein schwierigen finanziellen Situation und den Bürden für alle Bürger weiter entwickelt hat und weiter entwickeln wird. Kein Schwelmer Bürger würde sich ins Zeug legen, wenn unsere Stadt nicht Energie, Potenzial und Würde besäße – manchmal so, scheint mir, übersehen wir das oder betonen zu wenig, was wir alle zusammen erreicht haben und was an unserer Stadt gut und schön ist.

Ich wünsche Ihnen einen heiteren Übergang. Möge das Jahr 2015 für Schwelm und uns Schwelmer ein gutes werden!


Ihr Jochen Stobbe

Bürgermeister von Schwelm