Neues Herzstück für Stromversorgung

Die AVU hat in Altenvoerde eine neue 110 kV - Umspannstation in Betrieb genommen. Sie ist Bestandteil des Stromversorgungsrings, der das Versorgungsgebiet umfasst. Bei der Vorstellung am Dienstag, 3. Februar 2015 (von links): Hansjörg Sander ( Geschäftführer AVU Netz GmbH ), Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, Uwe Träris ( Vorstand AVU ) und Eberhard Just ( Leiter des Bereichs Stationen udn Anlagen bei der AVU ).
Die AVU hat in Altenvoerde eine neue 110 kV - Umspannstation in Betrieb genommen. Sie ist Bestandteil des Stromversorgungsrings, der das Versorgungsgebiet umfasst. Bei der Vorstellung am Dienstag, 3. Februar 2015 (von links): Hansjörg Sander ( Geschäftführer AVU Netz GmbH ), Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, Uwe Träris ( Vorstand AVU ) und Eberhard Just ( Leiter des Bereichs Stationen udn Anlagen bei der AVU ).
Foto: WP

Ennepetal..  Von außen betrachtet ist es ein unscheinbarer, schlichter Betonbau, der an der Wehstraße in Altenvoerde steht. Doch im Innern findet sich Spannendes. Seit wenigen Wochen ist die neue Umspannstation der AVU in Betrieb. Sie ist das Herzstück der Stromversorgung für ganz Ennepetal. Etwa 3,4 Millionen Euro hat der Energieversorger in das Gebäude und die moderne Technik investiert.

Ersatz für 45 Jahre alte Station

„Die neue Station ersetzt die alte Anlage aus dem Jahr 1969“, erklärte Eberhard Just, Leiter des Bereichs Stationen und Anlagen bei der AVU. Die neue Anlage mit digitaler Leittechnik, die von der AVU-Zentrale in Gevelsberg aus gesteuert wird, nimmt den in der Umspannstation in Schwelm mit einer Spannung von 110 kV eingespeisten Strom auf. Drei große Transformatoren wandeln ihn auf eine Spannung von 10 kV um und verteilen ihn weiter. An 10-kV-Stationen wiederum wird er auf 400 Volt „umgespannt“ und über Verteilerkästen schließlich bei den Verbrauchern eingespeist.

Die Investition in Altenvoerde sowie die in den vergangenen Jahren neu verlegten Leitungen zwischen den Umspannstationen Schwelm, Gevelsberg-Nirgena und Altenvoerde sind Bestandteil der Erneuerung des so genannten Südrings der AVU. Der Energieversorger hat das Hochspannungsnetz für sein Versorgungsgebiet ringförmig angelegt.

Momentan läuft die neue Anlage in Altenvoerde noch im Teilbetrieb. Im Laufe des Jahres wird ein weiteres Kabel, das aus Gevelsberg über Meininghausen nach Ennepetal geführt wird, angeschlossen. Und 2018 soll schließlich auch die Umspannstation in Voerde angeschlossen und das Projekt damit abgeschlossen werden. Zu den Maßnahmen in diesem Zusammenhang gehören auch die derzeit stattfindenden Bauarbeiten auf der Milsper Straße zwischen Brinker und Königsberger Straße.

„Dieses Großprojekt ist ganz wichtig für die Versorgungssicherheit in Ennepetal“, betonte AVU-Vorstand Uwe Träris, der gemeinsam mit Eberhard Just und dem Geschäftsführer der AVU Netz GmbH, Hansjörg Sander, Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen die neu Umspannstation vorstellte. Träris betonte, dass die AVU mit einer durchschnittlichen Stromausfallzeit pro Kunden und Jahr von drei Minuten weit unter dem Bundesdurchschnitt von 16 Minuten liege.

Kapazitäten für steigenden Bedarf

Die AVU-Vertreter verwiesen darauf, dass die baulichen Kapazitäten und die Trafos so angelegt seien, dass sie den steigenden Bedarf an Strom insbesondere bei den Ennepetaler Industrieunternehmen decken können. So ist einer der drei Trafos an der Umspannstation allein für die Versorgung von CDP Bharat Forge in Altenvoerde erforderlich.