Neuer Stadtplaner plädiert für Neubaugebiete

Bürgermeister Claus Jacobi begrüßt den neuen Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Umwelt. Björn Remer. Eingerahmt werden die beiden von den Abteilungsleitern Margit Hieber und Norbert Pöpsel.
Bürgermeister Claus Jacobi begrüßt den neuen Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Umwelt. Björn Remer. Eingerahmt werden die beiden von den Abteilungsleitern Margit Hieber und Norbert Pöpsel.
Foto: WP

Gevelsberg..  Die Stadtverwaltung in Gevelsberg hat einen neuen Fachbereichsleiter. Björn Remer ist seit dem Jahreswechsel für die Bereiche Stadtentwicklung und Umwelt verantwortlich. Und der Neue kennt sich auch aus: Er lebt seit acht Jahren in Gevelsberg.

Es war nicht einfach, die Position in der Stadtverwaltung zu besetzen. „Wir haben zwei Bewerbungsdurchgänge gebraucht“, verrät Bürgermeister Claus Jacobi bei der Vorstellung von Björn Remer, „Es ist nicht mehr so leicht, gute Stadtplaner zu finden“. Letztendlich ist es der Ehefrau des Neuen zu verdanken, dass der Diplom-Ingenieur nach Gevelsberg wechselte. „Sie hat mir gesagt, ich soll mich auf die Stelle bewerben.“

Gekommen ist der 36-Jährige daher, „wo immer der Stau ist“, wie er selber sagt. Remer war in der Stadtverwaltung von Burscheid zuerst im Bereich Stadtentwicklung und Umweltschutz und später für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus zuständig. Dort hat er sich unter anderem mit der Verwirklichung von Radwegen auf ehemaligen Bahntrassen und interkommunalen Gewerbegebieten beschäftigen - zwei Aufgaben, die auch in Gevelsberg auf ihn zukommen werden.

Es sei „gut gelaufen“ mit der Gevelsberger Innenstadt und dem Ennepebogen. „Das sind Leuchtturm-Projekte, die auch in die Nachbarschaft ausstrahlen“, lobt der Neue seine Vorgänger. Gefragt nach den Baustellen, die noch offen sind, nennt Remer an erster Stelle „die Umsetzung von neuen Wohngebieten“. Vor allen Dingen bei neuen Einfamilienhäusern gebe es nicht viel, was auf dem Markt sei. Gebrauchtimmobilien entsprächen meist nicht den Vorstellungen von jungen Familien. Seine Feuertaufe erlebte der neue Fachbereichsleiter dann auch bei der Bürgeranhörung für die Verkehrsanbindung des geplanten Neubaugebietes Dörnerbusch. Und davon ist er auch noch selbst betroffen. Seine Familie wohnt am Klosterholz.

Wichtig sei es auch Gewerbeflächen auf Vorrat zu haben, damit Unternehmen aus der eigenen Stadt oder aus den benachbarten Kommunen nicht gezwungen werden, „die Region ganz zu verlassen“, meint Björn Remer. Jacobi erinnert an die Erschließung von Silschede Süd/Süd an der Autobahn und fügt auch noch andere Herausforderung in der Stadtplanung hinzu. In diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für die Verschönerung der ehemaligen B7 vom Vogelsang bis zur Grenze nach Hagen beginnen. „Der Aufwand ist sicherlich vergleichbar mit dem der Erneuerung der Hagener Straße vom Nirgena bis zur Drehbank“, meint Bürgermeister Jacobi.

Arbeit für einen Städteplaner gibt es also in Gevelsberg genug. Und trotzdem kann Björn Remer hoffen, durch seinen Wechsel nach Gevelsberg mehr Zeit für Frau und Kinder zu haben: In Burscheid muss er nicht mehr im Stau stecken.