Neuer Festplatz und Kosmetik für das Dorf

Das größte Projekt: Der Platz vor dem Waldstadion und den beiden Vereinsheimen soll deutlich aufgewertet werden.
Das größte Projekt: Der Platz vor dem Waldstadion und den beiden Vereinsheimen soll deutlich aufgewertet werden.
Foto: Bastian Haumann Haumann

Gevelsberg..  Fest steht: Es wird sich etwas tun in Silschede und Asbeck. Offen ist: Passiert das mit Landesmitteln aus dem Leader-Projekt oder – wenn die hiesige Region nicht als förderungswürdig anerkannt wird – etwas später allein mit städtischem Geld? Am Montagabend fand das vierte Regionalforum im AWo-Haus im Gevelsberger Höhendorf statt, wo Dr. Jürgen Schewe gemeinsam mit den Bürgern Projekte sammelte und grob um riss, die in die Bewerbung mit einfließen könnten.

Bürgermeister Claus Jacobi stellte klar, dass für Gevelsberg aus dem Fördertopf keine Wunderdinge zu erwarten seien – selbst wenn die Juroren den Daumen heben. Asbeck und Silschede sind vorwiegend deshalb beteiligt, damit der Lückenschluss für eine zusammenhängende Region zwischen Ennepetal-Breckerfeld und Sprockhövel-Wetter hergestellt ist. „Wir erbringen fünf Prozent der erforderlichen Mittel und der Arbeit, da können wir nicht erwarten, 50 Prozent vom Fördertopf zu bekommen.

Doch es sind auch nicht die großen Leuchtturmprojekte, die vorangetrieben werden sollen. Attraktivierung und Aktivierung der Dörfer steht oben auf der Agenda. Folgende Projekte, von denen einige bereits zuvor angedacht waren, stehen nun zur Auswahl. Bisher ist das eine reine Ideensammlung. Nun heißt es erst ausarbeiten und dann hoffen.

Vorplatz Waldstadion

Status quo: Eine Buckelpiste. Für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollatoren kaum zu meistern. Regnet es dann noch, versinken die Fußgänger im Matsch. Hier soll bestenfalls ein Dorfplatz entstehen. Hier soll ein Maibaum integriert werden, um diese schöne Tradition wieder aufleben zu lassen. Zudem soll der neue auch über das Osterfeuer hinaus für Feste und Veranstaltungen genutzt werden. Bestenfalls entsteht eine Peripherie, die das Thema Sport mit Spielgeräten für Kinder und Erwachsene aufnimmt, eine überdachte Fläche und Sitzgelegenheiten.

„Die konkrete Ausgestaltung gilt es aber erst in einem nächsten Schritt zu kläre“, verdeutlichte Dr. Jürgen Schewe, das Fragen über Pflaster oder Asphalt noch nicht geklärt werden müssen. Einig waren sich hingegen alle, dass die benachbarte Firma TKR Automotive angesprochen werden soll, ob sie sich an den Kosten beteiligt, um den neuen Raum als Parkplatz für die Mitarbeiter nutzen zu können.

Dorfkern Asbeck

Um die neu gepflanzte Eiche sollen Sitzgelegenheiten entstehen. Ortsein- und Ausfahrt sollen freundlicher werden. Zudem sollen die alten Bruchsteinmauern und denkmalgeschützte Teile hergerichtet werden, damit sich das Dorf schöner präsentiert. Hier sind viele zusätzliche Dinge in die Diskussion eingeworfen worden, im Kern soll aber Kosmetik für den Ortsteil betrieben werden. Gleichzeitig fiel immer wieder das Wort „Inklusion“. Asbeck und Silschede sind bedeutende Standorte für die AWo und ihre Arbeit mit Behinderten. Bei der Barrierefreiheit ist allerdings noch erheblich Luft nach oben.

Verbindung der Dörfer

Die Straße, die von Asbeck nach Silschede führt, ist sehr eng, hat keinen Bürgersteig oder befestigten Randstreifen. Hier herrscht große Gefahr für die Fußgänger. Der Wunsch ist ein befestigter Gehweg. Dieser, so betonte Claus Jacobi, kann auch nur von Vorteil sein, wenn diese Strecke als Radweg erschlossen wird. „Dann müssen wir ohnehin auch etwas für Fußgänger entlang dieser Strecke anbieten.“