Neue Sporthalle im Oktober fertig

Noch „schlafen“ die Baumaschinen auf dem Bauplatz der neuen Dreifach-Sporthalle. Im  Oktober sollen dort die Baskets ihren Heimspiele bestreiten können und der Schwelmer Schulsport stattfinden.
Noch „schlafen“ die Baumaschinen auf dem Bauplatz der neuen Dreifach-Sporthalle. Im Oktober sollen dort die Baskets ihren Heimspiele bestreiten können und der Schwelmer Schulsport stattfinden.
Foto: WP

Schwelm..  Noch scheinen die Bagger und Raupen auf dem Bauplatz der neuen Dreifach-Sporthalle an der Milsper Straße vom Frost erstarrt zu verharren. Doch die Ruhe zwischen den Tagen täuschte. Die Baugenehmigung für den Hallenneubau, in denen unter anderem künftig auch die Baskets ihre Heimspiele austragen werden, hat Investor Ralf Stoffels bereits seit Oktober vorliegen. Wenn es das Wetter zulässt, sollen die Arbeiten in Nachbarschaft von McDonald’s fortgeführt werden.

Auf die Frage, was sich bislang getan habe, antwortet Stoffels:„Die Entwässerung hat sich getan.“ Damit widerspricht er Gerüchten, in denen von einem Baustopp die Rede ist. Verzögerungen im Projektablauf gesteht der Sponsor der Baskets (Firma BIW) allerdings ein. „Mit dem Tennisclub Rot-Weiß musste erst eine Einigung über die Entwässerung erfolgen und es mussten entsprechende Verträge geschlossen werden.“ Mittlerweile liegen die Rohre, über die der Hallenneubau entwässert wird, auf dem Grundstück des Tennisvereins in der Erde.

Entwässerung über TC-RW-Gelände

Über sein Gelände wird das Oberflächen- und Abwasser weiter durch den Brunnenpark hin zur Brunnenstraße geleitet. Für den Tennisverein hat sich der Deal ebenfalls gelohnt, konnte er doch sein marodes Abwassersystem auf diese Art sanieren.

An seinem strengen Bauzeitplan hält Ralf Stoffels dennoch fest. „Mein Ziel ist es, am 1. Oktober 2015 die Halle fertig zu haben. Die Baskets sollen in der neuen Saison bereits dort ihre Spiele austragen.“ Doch nicht allein für der Basketballsport ist die Halle gedacht. Auch die Schwelmer Schulen sollen von dem Neubau profitieren – und die Schwelmer Finanzen. Mit der Stadt hat Investor Stoffel einen Nutzungsvertrag über zehn Jahre mit Option auf Verlängerung um weitere zehn Jahre geschlossen. Danach hat die Stadt für die Halle ein Rückkaufsrecht eingeräumt bekommen. Die Belegungsrechte für die Halle liegen entsprechend der Verträge auch bei der Stadt Schwelm. „Es ist keine Eventhalle“, so Ralf Stoffels im Gespräch mit dieser Zeitung.

Für den Geschäftsführenden Inhaber der Firma BIW im Gewerbegebiet in Ennepetal-Oelkinghausen waren der Bau einer Sporthalle und die damit verbundenen Hürden, die zu nehmen waren, eine ganz besondere, schwer zu kalkulierende Erfahrung. In der Erstellung von Produktionshallen für sein Unternehmen nicht unerfahren, waren besonders die Gespräche mit der Verwaltung und der Politik eine neue Erfahrung für ihn. „Ich habe ein Herz für die Region und die Menschen und bin bereit, zu investieren. Doch die Leute unterstellen mir Eigennutz“, zeigt er sich ein wenig enttäuscht. Das Hallenprojekt habe ihn viel Zeit und Geld gekostet. „Solch eine Einstellung kann ich mir nur leisten, wenn es im eigenen Unternehmen gut läuft.“

Auch das schwierige Genehmigungsverfahren verteuert den Neubau. „Rund eine Million Euro Mehrkosten bleiben bei mir hängen“, sagt Ralf Stoffels und spricht von Baukosten zwischen 4 und 4,5 Mio. Euro. „Geplant waren eigentlich drei Millionen. Darauf sind auch die Mieten berechnet worden. Sonst hätte die Stadt nicht eingeschlagen. Das unternehmerische Risiko liegt eben bei mir.“ Allein die sieben geforderten Gutachten (Umwelt, Boden, Artenschutz, Brandschutz, Lärmschutz) hätten ihn 130 000 Euro gekostet. „Ich war völlig begeistert“, beweist der Investor Galgenhumor. Seine Bilanz fällt dennoch positiv aus: „Es waren einige Hürden zu meistern, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Aber ich bereue meine Entscheidung nicht.“