Neue Diskussion um Tarife im Schwimm In

Freibadwetter im Schwimm In in Gevelsberg: Bei hochsommerlichen Temperaturen sind die Becken in den Schulferien natürlich immer gut gefüllt. Der Sprung ins kühle Nass macht Spaß
Freibadwetter im Schwimm In in Gevelsberg: Bei hochsommerlichen Temperaturen sind die Becken in den Schulferien natürlich immer gut gefüllt. Der Sprung ins kühle Nass macht Spaß
Foto: WP

Gevelsberg..  Die Preisgestaltung in der Gevelsberger Bäderlandschaft „Schwimm In“ war bereits schon mehrfach Thema von Debatten. Nicht zuletzt bei der Rücknahme der Privatisierung des Schwimmbad- und Saunabereichs erregten sich darüber die Gemüter. Das wurde auch in einer Bürgeranhörung der SPD im Rathaus deutlich. Eine grundsätzliche Diskussion über das Tarifsystem wurde immer wieder angeregt. Jetzt bringt die Jugendorganisation der CDU, die Junge Union (JU), den Stein wieder ins Rollen.

„Auffällig ist die Preisgestaltung des Schwimm In insbesondere für ältere Schüler, Studenten oder Auszubildende. Zwar umfasst der ermäßigte Tarif Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, einen gesonderten Rabatt für Studenten oder Auszubildende, geschweige denn für Schüler über 18 Jahren gibt es nicht“, argumentiert Alexander Metz, Stadtverbandsvorsitzender der JU Gevelsberg.

Dies, meint die CDU-Nachwuchsorganisation, würden Konkurrenten des Gevelsberger „Schwimm in“, zum Beispiel das Westfalenbad in Hagen, besser mit ihren Tarifsystemen lösen. Das Westfalenbad biete für Schülerinnen und Schüler bis zum Alter von 27 Jahren, also zum Beispiel Auszubildende mit Berufsschulbildung, einen gesonderten Tarif an. „Auf Nachfrage teilte man uns von Seiten des Westfalenbads sogar mit, dass für kommendes Jahr ein Extra-Tarif für Studenten in Arbeit ist“, so Metz in einer Pressemitteilung der Jungen Union.

Auch die Preise für Frühschwimmer würden im „Schwimm In“ deutlich über denen in Hagen liegen. Im Westfalenbad hätten Frühaufsteher die Möglichkeit, für 2,80 Euro im Sportbad von 6.30 Uhr bis 10 Uhr an den Wochentagen ihre Bahnen zu ziehen. Im Gegensatz dazu würde der Frühschwimmer-Tarif im „Schwimm In“ 3 Euro betragen – allerdings für nur eine Stunde, nämlich zwischen 7 Uhr und 8 Uhr.

Neben Anregung zu der Preisgestaltung hätten die Junge Union im Frühsommer immer häufiger Beschwerden erreicht, dass das Freibad im „Schwimm In“ selbst bei strahlendem Sonnenschein nicht geöffnet ist.

Keine Antworten erhalten

„Bei 25 Grad Celsius nur das Hallenbad geöffnet zu lassen, ist nicht nur für die Wirtschaftlichkeit des Schwimm In schlecht, sondern verärgert Schüler und Familien, die bei gutem Wetter dieses Angebot nutzen möchten“, so Metz weiter.

Um über die Preisgestaltung zu diskutieren, so die Junge Union, hätte man sich bereits vor Monaten schriftlich an die Badmanagerin Frauke Quell vom Betreiber Aquapark Management GmbH in Münster gewendet.

Eine Antwort sei aber bisher ausgeblieben. Trotzdem will die Nachwuchsorganisation der Jungen Union darauf drängen, dass über den Frühschwimmer- und den Schülertarif diskutiert wird.