Närrischer Supermarkt eröffnet am Börkey

Bürgermeister Claus Jacobi verliest die Aufgaben..
Bürgermeister Claus Jacobi verliest die Aufgaben..
Foto: WP

Gevelsberg..  Nicht nur das Gevelsberger Prinzenpaar Dirk I. und Prinzgemahlin Petra IV. haben am vergangenen Wochenende den Stadtvertretern elf Thesen aufgegeben, die sie bis zum Rosenmontag erfüllen müssen. Bürgermeister Claus Jacobi hat sich auch im Hippendorf bei den närrischen Regenten revanchiert und den beiden Tollitäten Aufgaben aufgetragen, die es in sich haben.

„Das Prinzenpaar ist für seine Sportlichkeit stadtbekannt“, sagte Jacobi. Doch ob es auch alle närrischen Disziplinen beherrsche, müsse noch unter Beweis gestellt werden. Dieser Beweis ist mit folgenden Aufgaben anzutreten: 100-Meter-Sprint mit Schwimmflossen, Hochsprung mit Narrenkappe, Kugelstoßen mit 5-Liter-Fass, 400 Meter-Langstreckenlauf mit der Prinzessin in der Schubkarre. Das Närrische Sportabzeichen wird vor Ort durch einen Überraschungsgast verliehen. Man darf gespannt sein.

Um die Wartezeit bis zur Eröffnung zu verkürzen, muss das Paar am Karnevalssamstag von 11.11 bis 12.12 Uhr den „Mobilen Närrischen Supermarkt“ auf dem Börkey eröffnen. Unter anderem mit folgendem Sortiment: Pils, Rollmöse, Berliner Ballen, Aspirin und Pappnasen. Der Erlös des Verkaufs ist für einen guten Zweck bestimmt.

Die „karnevalistischen Headhunter“ haben im Auftrag des Prinzenpaars Michael und Cornelia Külpmann abgeworben, wichtige Mitarbeiter des Rathauses. Das verlangt Wiedergutmachung. Am Tag der nächsten Ratssitzung muss das närrische Paar Organisation und Bewirtung in der Rathauskantine sicherstellen.

Foto mit Hund

Doch damit nicht genug. Jacobi schob noch eine Aufgabe hinterher. Im Kommunalwahlkampf arbeitete der Bürgermeister mit Fotos unterschiedlicher Personengruppen auf seinen Plakaten. Die Familie durfte da natürlich nicht fehlen. „Wir sind mit einem Hund fotografiert worden, als typische Familie eben“, sagte der Prinz zur Vorgeschichte der Aufgabe. Nur der Hund war eben nicht ihrer. Und prompt landete auf dem Schreibtisch eine E-Mail. Das Foto sei gestellt, die Familie habe keinen Hund. „Noch heute müssen wir über diese Geschichte lachen.“ Wenn möglich, so Bürgermeister Jacobi, soll dieses Bild aus dem Wahlkampf mit dem Hund von damals nachgestellt werden. Nur eben diesmal im kompletten närrischen Ornat.