Närrische Schützen am Gerodden
15.02.2010 | 16:30 Uhr 2010-02-15T16:30:00+0100
„Nochmal nicht”, werden sich die Altenvoerder Schützen mit einem Blick gen Himmel gesagt haben. Denn, welche Überraschung, es schneite. Doch die Karnevalsfeier im Vereinsheim am Gerodden musste wegen des starken Schneefalls schon einmal verlegt werden.
Jetzt, am vergangenen Samstag, regierten sowohl Trotz als auch Narretei. So fanden sich tatsächlich knapp 30 Schützen von jung bis alt zum feiern im winterlich-idyllisch gelegenen Schützenheim ein, auch wenn der Weg da hin nach wie vor recht abenteuerlich war.
Da galt die Devise: Unten Schwung holen und schaun, wie weit man kommt. Den Rest legten die Schützen dann per pedes zurück. Rheinische Frohnaturen sagen da natürlich zu Fuß. Unterm Strich bleibt es das Gleiche.
Mitglieder gehörig auf die Schippe genommen
Der Gerodden war zum Rodeln, doch beileibe nicht zum Auto fahren. „Wir wollten ja auch nicht, dass Karneval vorbei ist, bevor wir hier feiern können”, sagte die als Clown verkleidete Susanne Biesenbach. Und wenn schon Karneval, dann durften Büttenreden auch nicht fehlen. „Da wurden einige Mitglieder von uns gehörig auf die Schippe genommen”, berichtete die Schriftführerin.
Der Stimmung tat der ganze Schnnee keinen Abbruch. Diese sei sogar am kommen, waren sich Jacqueline, Ilka und Thorsten einig. Das Trio, das schunkelnd an der Bar stand, wird den Rosenmontag auf ganz unterschiedliche Arten feiern. Jacqueline in Düsseldorf oder Köln, Thomas war am Donnerstag zur Weiberfastnacht weg – schließlich brauchten die Frauen ein Lustobjekt, so sagte er – und Ilka hat es am schwersten getroffen. „Ich muss arbeiten”, bedauerte sie. „Aber im Herzen feier ich mit.”
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