Nachwuchsband will Bühnen der Welt erobern

„The Brisk Experience“ sind von links: Lucas Terhaar,
„The Brisk Experience“ sind von links: Lucas Terhaar,
Foto: WP

Ennepetal..  Weltberühmt werden – das ist der Traum der Ennepetaer Nachwuchsband „The Brisk Experience“ – sich überregional einen Namen machen, das haben sich die vier Jungs aber auf jeden Fall vorgenommen. Daran wollen sie hart arbeiten, ohne dabei den Spaß an der Musik zu verlieren. Denn der hat die Vier überhaupt erst zusammengebracht.

Eigentlich wollten sie im vergangenen Sommer nur einmal gemeinsam beim Dickes G-Festival spielen. Allesamt waren schon in einer Band, ihr Bandname für einen Abend lautete „Projekt G“. „Doch danach hatten wir Lust zusammen weiter zu machen“, erklärt Markus Flüß. Er spielt seit seinem fünften Lebensjahr Gitarre, weil ihn das Instrument schon immer fasziniert habe. Pascal Chodak ist Schlagzeuger und möchte wie sein Vater damit international erfolgreich sein. Daniel Reuss ist der Bassist des Quartetts, und Lucas Terhage spielt Gitarre und ist gleichzeitig der Sänger der Gruppe. Die Freunde sind allesamt 19 oder 20 Jahre alt und kennen sich schon seit Jahren. Ihre Musik beschreiben die jungen Künstler als alternativen Rock, mitunter auch als Hard-Rock, gemischt mit Blueselementen.

Ihre Lieder texten sie selbst, Cover wollen sie nicht spielen, sondern ihr eigenes Ding durchziehen. Einnen ersten Vorgeschmack darauf, was es heißt, vor großem Publikum aufzutreten, hatten sie vor wenigen Tagen in Wuppertal. 1500 Zuschauer, so schätzt Markus Flüß, schauten und hörten ihnen zu, als sie beim Schülerrockfestival in der Uni-Halle Wuppertal auf der Bühne standen. Sie setzten sich gegen 500 Bewerber durch, die Teilnahme an dem Festival ist in der Szene sehr begehrt. Das nächste Konzert der Ennepetaler steht auch schon fest: „The Brisk Experience, wie sie sich nun nennen, sind beim Almrock am Samstag, 7. März, in der Gevelsberger Sportalm dabei. Ihr Name heißt übrigens übersetzt, die lebendige Erfahrung. Lebhaft sind sie allemal und diese Lebensfreude wollen sie auch an das Publikum abgeben. „Es war schon ein berauschendes Gefühl vor so vielen Menschen seinem Hobby nachgehen zu dürfen“, sagt Markus Flüß. Und wenn sie damit irgendwann auch Geld verdienen könnten, dann hätten sie schon mehr erreicht als viele andere Bands.

Promoaktionen geplant

Im Ennepetaler Industriemuseum haben sie sich einen eigenen Probenraum gemietet. Und auch in dieses Projekt steckten sie viel Energie, legten einen Boden, dämmten die Wände und arbeiten dort seit Anfang Januar an neuen Stücken. Drei Lieder haben sie bereits aufgenommen und werden sie bald kostenlos im Internet vertreiben.

„Erfolg hat nicht unbedingt derjenige, der gut ist, sondern, der, der die meisten Facebook-Likes hat“, weiß Markus Flüß. Also solche Musiker, die im Internet viele Klicks haben und so bekannt werden. Deshalb wollen die Jungs auch nicht die Promoaktionen vernachlässigen. T-Shirts, Sticker und CD´s verkaufen, im Netz präsent sein, sich auf Festivals tummeln und sich auch immer wieder bei Contests messen lassen.

Geplant ist auch der Aufbau eines eigenen Tonstudios, um anderen jungen Bands die Möglichkeit von Studio-Aufnahmen zu bieten. Ihnen dabei helfen, einen Fuß in das Musikgeschäft zu setzen. Die vier Ennepetaler haben ihre Chance ­erhalten, und die wollen sie nun ­nutzen.