NABU fordert Bürger zum Vögel-Zählen auf

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Schwelm/Ennepe-Ruhr..  Vom 9. bis 11. Januar 2015 findet zum fünften Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt. Auch im Ennepe-Ruhr-Kreis ruft der NABU Naturfreunde wieder auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.

10 316 Vögel in 278 Gärten gezählt

Im Vorjahr beteiligten sich bundesweit mehr als 76 000 Naturfreunde an der „Stunde der Wintervögel“. Im Ennepe-Ruhr-Kreis wurden in 2014 in 278 Gärten insgesamt 10 316 Vögel beobachtet. Allerdings wurden aufgrund des milden Winterwetters deutlich weniger Vögel beobachtet. Um die Zahlen mit den Ergebnissen der vergangenen Jahre vergleichen zu können, hofft der NABU auch in diesem Jahr wieder auf eine rege Beteiligung bei Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmachaktion.

Ist das Wetter schlecht und regnet es? Ist es mild und nur wenige Vögel kommen ans Futterhäuschen? Egal, jede eingegangene Meldung ist wichtig. Den Populations-Rückgang von bestimmten Arten kann der NABU nur erfassen, wenn auch die kleinen Zahlen gemeldet werden. Gerade ein schleichender Rückgang, wie man ihn zum Beispiel bei der Amsel feststellen kann, würde sonst niemals auffallen. Auch der Grünfink ist ein gutes Beispiel: Seine Abnahme ist so langsam und dennoch kontinuierlich, dass die Zählungen von gut besuchten Futterstellen allein die Wissenschaftler kaum auf die Spur gebracht hätten. Von daher gilt: Bitte schicken Sie dem NABU auch dann Ihre Daten, wenn Sie nur wenige Vögel vor dem Fenster beobachten konnten.

Es ist ganz einfach:

Sie nehmen sich am kommenden Wochenende eine Stunde und zählen die Vögel vor Ihrem Fenster. Notieren Sie sich dabei nur die gleichzeitig gesichtete Höchstanzahl (!) einer Vogelart. Anschließend melden Sie dem NABU Ihre Vögel am besten online.

Meldung telefonisch oder im Internet

Die Beobachtungen können im Internet unter www.stundederwintervoegel.de oder unter www.nabu-nrw.de bis zum 19. Januar gemeldet werden; die Ergebnisse werden dort live ausgewertet. Zudem ist am 10. und 11. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.