Mit Offener-Tür-Resonanz zufrieden

Freut sich über steigende Mitgliederzahlen: Die Nachbarschaft Zum roten Wasser, die mit verschiedenen Projekten das Interesse der Kinder will.
Freut sich über steigende Mitgliederzahlen: Die Nachbarschaft Zum roten Wasser, die mit verschiedenen Projekten das Interesse der Kinder will.
Foto: Florian Ring

Schwelm..  Vor einigen Jahren stand sie noch vor dem Aus, heute freut sich die Schwelmer Nachbarschaft zum Roten Wasser wieder über steigende Mitgliederzahlen. Auch der Tag der offenen Tür auf dem Vereinsgelände in der Prinzenstraße war am Samstag gut besucht. Dementsprechend positiv fiel das Fazit von Obernachbarin Britta Voet aus: „Wir sind sehr zufrieden. Trotz des wechselhaften Wetters sind viele Leute gekommen, vielleicht können wir demnächst ein paar neue Mitglieder bei uns begrüßen.“

Viele Mitglieder über 60 Jahre alt

Trotz der positiven Entwicklung der vergangenen Jahre hat die Nachbarschaft Zum Roten Wasser, wie viele andere auch, ein Nachwuchsproblem. Viele der Mitglieder sind 60 oder älter. Der stellvertretende Obernachbar Miguel Ordonez, selbst einer der Jüngsten in der Gemeinschaft, hat eine simple Erklärung dafür: „Viele der Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben heutzutage neben Beruf, Studium und anderen Hobbies schlichtweg keine Zeit und Lust mehr, sich noch zusätzlich in einem Verein zu engagieren.“

Um den Nachwuchs zu sichern, versuchen die Nachbarschaften gemeinsam und mit Unterstützung der Dacho mit verschiedenen Projekten das Interesse der Kinder zu wecken; so werden beispielsweise regelmäßig Stadtführungen für die Kleinen angeboten. In der Schule wird den Mädchen und Jungen zudem mit Heimatkunde-Unterricht Wissen über ihre Stadt vermittelt. Mit Erfolg: Gut zwei Monate vor Beginn des Heimatfests treffen sich ungefähr ein Dutzend Mitglieder mehrmals in der Woche, um die Wagen für den Zug vorzubereiten, die in diesem Jahr ganz im Zeichen der Heimat stehen.

Der Neumarkt um 1900 inklusive Kaiser Wilhelm Denkmal lautet der Name des vielversprechenden Projekts. Was Gruppen und Einzelgänger angeht, hält sich Britta Voet aber noch bedeckt: „Es soll für die Leute ja auch eine Überraschung sein. Eins kann ich aber verraten: Es wird lustig.“ Für die Obernachbarin hängt das erfolgreiche Nachbarschaftsleben mit der gegenseitigen Unterstützung mit anderen Vereinen und Institutionen zusammen, was am Tag der offenen Tür auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde.

Vereine sucht Braustätte

Neben Speis und Trank, schenkte der Verein für Erhalt und Förderung der Schwelmer Brautradition sein frisch vor Ort gebrautes Bier aus. So konnten sich die Besucher einen Eindruck über die Herstellung des beliebten Kaltgetränks machen, um das fertige Produkt anschließend zu verköstigen.

Aktuell ist der Verein noch auf der Suche nach einer geeigneten Braustätte, die die geforderten Lebensmittelrichtlinien einhält. Anschließend soll das Bier dann auch in den Verkauf gehen.