Mit einem Melodienfeuerwerk ins neue Jahr

Arno Adam von der Kulturgemeinde (links) bedankt sich bei Chorleiter Artur Rivo und Orchesterchef Scott Lawton (rechts). In der Mitte: Pianistin Maryana Brodska.
Arno Adam von der Kulturgemeinde (links) bedankt sich bei Chorleiter Artur Rivo und Orchesterchef Scott Lawton (rechts). In der Mitte: Pianistin Maryana Brodska.
Foto: WP

Ennepetal..  Als im vergangenen Jahr feststand, dass die Stadt diesmal kein Neujahrskonzert veranstaltet, reifte bei der Kulturgemeinde Ennepetal die Idee, ein Melodienfeuerwerk starten zu lassen. Am Freitagabend war es soweit. Die Aula des Reichenbach-Gymnasiums war beim Auftritt des Landespolizeiorchesters NRW und des Polizeichores Wuppertal einschließlich Empore proppenvoll und schon nach den ersten Liedern die Stimmung bestens.

Dazu bei trug die kluge Liedauswahl und das respektvolle und dennoch ungezwungene Auftreten des Polizeichores Wuppertal. Dass Chorleiter Artur Rivo ein Meisterchor dirigiert, war nicht zu überhören und eben auch nicht zu übersehen. Begleitet wurden die Sänger von der sich angenehm zurückhaltenden Pianistin Maryana Brodska.

Evergreens aus alten Filmen

Der Chor ließ alte und wieder aktuelle Songs aus Filmen erklingen, zu Beginn den Evergreen „Irgendwo auf der Welt“. Bei „Wand’rin Star“ stand Hans-Peter Flesch mit seiner deutlichen Bassstimme als Solist im Mittelpunkt. Der Vorsitzende des Polizeichores Wuppertal, Axel Hellwinkel, erklärte mit Schalk in Augen und Stimme die Geschichte der Lieder, so auch das „Über sieben Brücken muss du geh’n“, das einst von der DDR-Rockband „Karat“ populär gemacht wurde und auch passend ist zum Jahresanfang. Im Hintergrund des Songs steht – wie kann es anders sein – die Liebe.

Schon vor der Pause zündete das Landespolizeiorchester unter Stabführung von Scott Lawton ein Feuerwerk mit Gerswhin- Melodien. Und mit den verträumten Klängen von „In the moon“ ging es in die Pause, zum Gläschen Sekt, wie es sich bei einem Neujahrskonzert geziemt. Das Landespolizeiorchester, alles Berufsmusiker im Dienste des Staates, kann es auch mit Schmackes, obwohl das Orchester wegen des begrenzten Platzes auf der Bühne der Reichenbach-Aula viele Musiker zu Hause lassen musste. Aber wann hört man schon so überzeugend die „South Rampart Street Parade“? Jazz pur. Das Orchester, eine Frau und viele Männer in Polizeiuniform, ist musikalisch so vielfältig, wie es die Musik nun mal bietet. Und wie Orchesterleiter Scott Lawton von der Bühne plauderte, gehört auch die Klassik zum Repertoire.

Zwischen Spaß und Gefühl

Auch der Spaß zählte zum Neujahrskonzert. Als die Polizei-Sänger den „Kriminaltango“ anstimmten, waren einige der Akteure mit Sonnenbrillen versehen. Beim „Tote-Hosen“-Song „Tage wie diese“ hätten viele Besucher wohl gerne mitgesungen. Das stimmige „New York, New York“ gab es auch in der Zugabe des Chores zu hören.

So richtig ans Gefühl ging es dann noch am Schluss des Konzertes. Chor und Orchester verabschiedeten sich gemeinsam mit „Conquest of Paradise“.

Beifall über Beifall. Arno Adam vom Vorstand der Kulturgemeinde dankte den Dirigenten mit dem „Höhlentrunk“, Mitarbeiter der Kulturgemeinde beglückten alle Akteure mit einem süßen Dankeschön-Herzen.

Was noch zu erwähnen ist: Die Farbgestaltung der Bühne und der Aula-Fensterfront stammt von Stefan Juchert, dem 2. Vorsitzenden der Kulturgemeinde.