Mit 720 Babys neuen Rekord aufgestellt

Das Neujahrsbaby heißt Perseas Perperas. Der Junge erblickte um 3.28 Uhr das Licht der Welt. Mutter Demitra Carali, Vater Aristeides Perperas  Chefarzt Dr. Andreas Leven und Dr.Viviane Cholewik neuen sich über den neuen Erdenbürger.
Das Neujahrsbaby heißt Perseas Perperas. Der Junge erblickte um 3.28 Uhr das Licht der Welt. Mutter Demitra Carali, Vater Aristeides Perperas Chefarzt Dr. Andreas Leven und Dr.Viviane Cholewik neuen sich über den neuen Erdenbürger.
Foto: WP

Schwelm..  Mit einem Geburtenrekord ging das letzte Jahr für die Frauenklinik im Helios-Klinikum Schwelm zu Ende. Genau 720 Babys holte das Team um Chefarzt Dr. Andreas Leven 2014 auf die Welt – so viele Kinder wie seit 17 Jahren nicht mehr.

Zuletzt konnte die 700er-Marke vor fünf Jahren geknackt werden. Damals legten die Ärzte und Hebammen mit genau 700 Geburten eine Punktlandung hin. Im Jahr 2013 wurden 670 Babys in Schwelm geboren. Damit ist das einzige Krankenhaus im Südkreis aber noch weit von der ursprünglichen Rekordzahl von 1000 Entbindungen entfernt, wie es sie Anfang der 1980er Jahre einmal gegeben hat.

Viel Betrieb im Kreißsaal

Drei Kreißsäle hat das Krankenhaus am Martfeld. Und in denen herrschte über die Jahreswende Hochbetrieb. Emilia kam an Silvester um 11.01 zur Welt. Das letzte im alten Jahr in Schwelm geborene Kind war schließlich Isabella Jane um 13.06 Uhr (3850 Gramm, 52 Zentimeter). Mutter Michelle Vollmert wurde durch Kaiserschnitt entbunden. Phillipp Malek heißt der stolze frischgebackene Vater einer Tochter.

Das neue Jahr war noch keine vier Stunden alt, da tat um 3.28 Uhr Perseas Perperas seinen ersten Schrei. Der Junge (3570 Gramm, 53 Zentimeter) ist der erste neue Erdenbürger, der im Jahr 2015 das Licht der Welt im Helios-Klinikum Schwelm erblickt hat. Für Mutter Dimitra Carali (36) und Vater Aristeides Perperas (38) ist es das zweite Kind. Die beiden gebürtigen Griechen aus Wuppertal-Ronsdorf, die seit 2008 verheiratet sind, haben bereits einen 4 1/2 Jahre alten Sohn, der auf den Namen Periklis hört.

Die Jahresstatistik hält aber noch weitere interessante Details bereit. Es wurden zwar 720 Babys am Martfeld geboren, es waren aber nur 713 Geburten. „Wir hatten sieben Zwillingsentbindungen“, sagt Dr. Andreas Leven. Darunter waren 364 Mädchen (50,56 Prozent) und 356 Jungen (49,44 Prozent). Rund 30 Prozent der Mütter kamen aus Schwelm, jeweils 20 Prozent sind in Wuppertal, Ennepetal und Gevelsberg zu Hause. Die restlichen zehn Prozent leben in Sprockhövel, Breckerfeld beziehungsweise Radevormwald.

Für 316 Frauen war es ihr erstes Kind, 182 Mütter hatten einen ausländischen Pass. 67 und damit die meisten Babys kamen im Juli 2014 auf die Welt, der geburtenstärkste Wochentag war der Montag. 41 Prozent der Kinder kamen per Kaiserschnitt auf die Welt – eine heutzutage übliche Quote, wie der Chefarzt betont. Vor gut 20 Jahren war das noch anders. Damals waren 20 Prozent Kaiserschnitte die Regel. „Heutzutage haben die Frauen die Wahl, welche Geburt sie wollen“, erklärt Dr. Leven. Ihm sei die Art der Entbindung egal: „Hauptsache, Mutter und Kind sind wohlauf.“ Interessant sind die signifikanten Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern. „In den neuen Bundesländern ist eine Kaiserschnitt-Quote von 20 bis 30 Prozent die Regel“, weiß Dr. Leven.