Minikicker treten beim KiGa-Cup gegeneinander an

Schwelm..  Es war ein Fußballturnier mit Zuckerguss oben drauf: Die Spielvereinigung Linderhausen hatte zum beliebten KiGa-Cup in die Halle West geladen.

Die Kinder aus neun Kindertagesstätten traten gegeneinander an, mit maximal zwölf Kindern pro Mannschaft. Und was da auf dem Feld abging, war wuselig, knuffig, zuweilen chaotisch und manchmal spielerisch gar nicht mal so schlecht.

Kinder lernen Fußball kennen

Doch ging es am Ende gar nicht darum, wer die meisten Tore schoss. „Es waren alle Gewinner“, sagte Stefan Schmitt, Cheftrainer der Linder­hauser Minikicker. „Wir ließen keine Plätze ausspielen. Die Kinder sollten einfach nur den Fußball kennenlernen.“ Der Kiga-Cup fand nunmehr zum fünften Mal statt.

Stefan Schmitt war zum zweiten Mal dabei. „Daher kann ich gar nicht genau sagen, wie damals die Idee zum Turnier zustande kam.“ Es sei wohl um den Aufbau der Minikicker-Mannschaft gegangen. Und auch heute schnuppern viele der kleinen Kicker nach so einem Turnier erste Fußballluft bei den Linder­hausenern, werden Mitglied und kicken einige Jahre bei der Spielvereinigung. Bis sie feststellen: Das Gras auf der anderen Seite des Zauns ist tatsächlich viel grüner.

Zurzeit ist es tatsächlich so, wenn die Rasenflächen auch künstlich sind. Doch während andere Städte es vormachen, wie moderne Sportstätten auszusehen haben, berät Schwelm seit Jahren, ob und wie Kunstrasenflächen auch in der Kreisstadt umsetzbar sind. Die Vereine haben das Nachsehen, auch die Linderhauser.

Um die Minikicker müsse sich Schmitt keine Gedanken machen. „Wir haben etwa 45 Spieler bei den Minikickern“, sagte er. Bei der F-Jugend sind 20 Spieler. Die E-Jugend: „Geht auch noch.“ Doch spätestens, wenn die jungen Spieler in die C-Jugend wechseln, verlassen viele den Verein.

Eltern als (Co-)Trainer verpflichtet

„Die C-Jugend haben wir daher mit dem VfB Schwelm zusammengelegt.“ Und darüber hinaus? „Darüber hinaus haben wir gar nichts mehr.“ Als neue (Co-)Trainer werden aktive Eltern verpflichtet. „Dass die Großen unsere Kleinen trainieren, haben wir in Linderhausen nun mal nicht.“ Genau so sei auch Schmitt zum Chef der Minikicker geworden.

Er sei aber zuversichtlich: „Seit Jahren wünschen wir uns einen Kunstrasenplatz und so nah dran, wie jetzt, waren wir wohl noch nie.“ Bis zur nächsten Veranstaltung der Spielvereinigung Linderhausen vergehen jetzt noch Wochen. Am 30. und 31. Mai lädt der Verein dann zu seinem Waldfest, einem Platzturnier.