Mess-Ergebnis liegt vor – DHL passt Licht an

Die Anwohner hatten sich über die Beleuchtung des DHL-Logistikzentrums beschwert.
Die Anwohner hatten sich über die Beleuchtung des DHL-Logistikzentrums beschwert.
Foto: WP

Schwelm..  Drei Monate ist es her, dass das Landesumweltamt (LANUV) im Auftrag des Ennepe-Ruhr-Kreises die Lichtverhältnisse auf dem Gelände des DHL-Logistikzentrums und drumherum gemessen hat. Anwohner hatten sich beschwert, dass es an der Zustellbasis nachts viel zu hell sei. Man werde geblendet und finde nicht mehr in den Schlaf. Das Ergebnis liegt nun vor, DHL hat bereits reagiert. Das Unternehmen kündigte am Mittwoch Anpassungen an der Beleuchtung an.

Arbeiten bis Ende Juni abgeschlossen

Die Sachverständigen vom LANUV kamen nach Auswertung der Daten zu dem Ergebnis, dass am DHL-Gelände keine Überschreitungen von Licht-Grenzwerten zu verzeichnen waren. Allerdings empfehlen die Gutachter, die Einsehbarkeit von Leuchten und Lampen zu verhindern, wie der Ennepe-Ruhr-Kreis am Mittwoch erklärte. Dies war einer der Punkte, den die Anwohner als besonders störend empfanden.

DHL betonte, Grenzwerte nicht überschritten zu haben, und ließ am Mittwoch per Pressemitteilung wissen, „im Sinne einer guten Nachbarschaft“ auf das Ergebnis der Gutachter zu reagieren und Anpassungen an der Beleuchtung vorzunehmen. Mit der Umsetzung beziehungsweise Durchführung seien bereits eine Elektrofirma und eine Folierungsfirma beauftragt. Bis Ende Juni sollen die Arbeiten an der Beleuchtung abgeschlossen sein.

Folgende Anpassungen sind laut DHL geplant:
Die dimmbaren Fassadenleuchten an der Nordfassade der Halle werden zeitgeschaltet und in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr deaktiviert. Die Fassadenleuchte an der Nordfassade des Verwaltungsgebäudes wird nun komplett abgeschaltet. Die Treppenhausverglasung auf der Innenseite des Verwaltungsgebäude erhält eine Teilfolierung. Dadurch werde die Blendwirkung der Sicherheitsbeleuchtung im Treppenhaus verringert, so DHL. Die Mastleuchte am Einfahrtstor wird komplett abgeschaltet. Weil die Maßnahmen zu einer Verdunklung auf der Nordseite führen, wird aus Sicherheitsgründen die Wegebeleuchtung am verlängerten Lärmschutzwall innenseitig ergänzt. Dies sei zur Sicherstellung der Ausleuchtung der Gehwege im Nachtzeitraum erforderlich und für die Nachbarschaft nicht einsehbar, hieß es.

Nach Umsetzung der Maßnahmen wird es zudem eine Kontrollmessung geben. Darauf haben sich Deutsche Post DHL und der Ennepe-Ruhr-Kreis verständigt. Hintergrund: Während der Messung im März blieben Teile der DHL-Beleuchtung im Dunklen und konnten nicht eingeschaltet werden. Zweifel an den richtigen Rahmenbedingungen wurden laut. Sie sollen spätestens mit der Nachmessung beseitigt werden.