Markthändler ziehen positive Zwischenbilanz

Die Öffnungszeiten des Wochenmarktes werden eventuell ausgeweitet. Zumindest ist das eine Idee, über die die Markthändler nachdenken.
Die Öffnungszeiten des Wochenmarktes werden eventuell ausgeweitet. Zumindest ist das eine Idee, über die die Markthändler nachdenken.
Foto: WP

Schwelm..  Der Schwelmer Wochenmarkt geht mit Schwung ins neue Jahr. Zwar sind die Wintertemperaturen derzeit noch etwas zu frisch und einige Standplätze der Händler blieben gestern leer. Doch die Schwelmer Marktverwaltung, die vor zwei Monaten die Regie übernommen hat, zieht eine positive Zwischenbilanz und gibt einen optimistischen Ausblick auf 2015.

Neue Beschicker gewonnen

Die Übernahme der Organisation des Wochenmarktes hatte sich Uwe Alhorn schwieriger vorgestellt. Es sei alles reibungslos gelaufen, die Akzeptanz bei den anderen Händlern sei gut. Er hatte gemeinsam mit Beate und Karl-Heinz Kötter sowie Wolfgang Schulz den Markt im Herbst übernommen. Vorausgegangen waren Überlegungen der Stadt, den Markt in die Hände der Deutschen Marktgilde zu geben, die zum Beispiel den Ennepetaler Wochenmarkt ausrichtet. Die Schwelmer Händler brachten sich selbst ins Spiel und tragen nun seit Oktober als Schwelmer Markthändler GbR die Verantwortung.

Die Belebung des Marktes ist das vorrangige Ziel, und daran haben die vier Händler bereits gearbeitet. „Es konnten einige neue Händler gewonnen werden“, freut sich Uwe Alhorn. Im Januar wird ein neuer Olivenhändler dazu kommen, für das Frühjahr habe sich zudem ein Stand mit Gewürzen angekündigt. Er werde voraussichtlich alle zwei, drei Wochen seine Waren auf acht bis neun Metern Fläche ausstellen, erklärt Alhorn. In den letzten Wochen konnten Gardinen und Tischdecken auf dem Markt gekauft werden, neu im Team der Beschicker ist auch ein Marmeladenverkäufer, der sich 14-tägig mit dem Honigverkäufer abwechselt.

„Wir suchen im Internet und auf anderen Märkten nach neuen Händlern“, erklärt Alhorn. Man würde viele ansprechen, viele wiederum hätten sich auch bei den neuen Organisatoren gemeldet. Doch nicht alle würden eben zu einem ursprünglichen Markt passen. Zu viele Bekleidungsstände wären fehl am Platz. Ein Nussstand wäre noch gut, so Alhorn, weitere Lebensmittelangebote. Die Suche nach zusätzlichen Beschickern laufe weiter. Es gehe vor allem um die Steigerung der Attraktivität für die Kunden. Daran wolle man weiter arbeiten.

Eine Idee wäre, den Markt vielleicht eine Stunde länger zu öffnen, so Alhorn. Vonseiten der Politik sei die Anregung gekommen, eine ganztägige Öffnung an manchen Tagen vorzuhalten. Auch ein Nachmittagsmarkt sei als Anregung gekommen. „Wir werden uns im Frühjahr mit allen Händlern zusammen setzen und schauen, was möglich ist“, erklärt Uwe Alhorn.

Wichtig sei auch, die Kosten stabil zu halten. Auch das sollte durch die Übernahme des Marktes erreicht werden. Wenn die Marktgilde verantwortlich gewesen wäre, so Alhorn, dann hätte es sicherlich eine Erhöhung der Standgebühr gegeben. Schließlich hätte das Personal bezahlt werden müssen, das sich um den Markt kümmert.

All das machen die Schwelmer Händler nun selbst. Die Standgebühr einzusammeln, gehört dazu. Den Platz sauber zu halten ebenfalls. Das sei zwar mehr Arbeit, doch dadurch könne man die Kosten stabil halten, erklärt der Marktbeschicker. Und das sei im Interesse aller. Uwe Alhorn betont, dass es eine Erhöhung der Standgebühren in diesem Jahr nicht geben wird.