Mai-Einsingen im strahlenden Sonnenschein

Ein ganzer Tag im Zeichen des Chorgesangs: Wie hier der Heilenbecker Männerchor sorgen die beteiligten Chöre beim Mai-Einsingen für beste Stimmung unter den Zuhörern. Die Veranstaltung fand bereits zum 27. Mal statt.
Ein ganzer Tag im Zeichen des Chorgesangs: Wie hier der Heilenbecker Männerchor sorgen die beteiligten Chöre beim Mai-Einsingen für beste Stimmung unter den Zuhörern. Die Veranstaltung fand bereits zum 27. Mal statt.
Foto: WP

Ennepetal..  „Mit leeren Händen“, sang der MGV „Eintracht“ Kotthauser Höh – und stimmte so auf das 27. Mai-Einsingen ein. „Der Titel des Liedes ist aber nicht bezogen auf die Stadt Ennepetal“, meinte Dirigent Heinz Martin Schmitz und lächelte Bürgermeister Wiggenhagen schelmisch zu.

Der Stadtverband der Ennepetaler Chöre und mit ihm die engagierten Sängerinnen und Sänger hatten Glück mit dem Wetter. Strahlender Sonnenschein schon am Vormittag, obwohl der Shanty Chor Voerde Ennepetal unter Leitung von Jürgen Schöneberg das Lied „Windjammer“ zu Gehör brachte. Auch deren Beiträge „Hejo, Gin und Rum“ und das Borkum-Lied brachten Stimmung auf den voll besetzten Marktplatz.

Zum 27. Mal veranstaltet

Die Besucher sangen und klatschten mit. „Maja Mola“, gab der MGV „Einigkeit“ Haspetal (Leitung Dag Neuhaus) zum Besten. Die Sänger nahmen Stellung vor der Bühne ein, und das ließ Volker Rauleff scherzen: „Die kommen alle aus dem Tal. Die Bühne ist denen zu hoch, weil den Männern schwindelig wird“.

Der Dorma-Chor ließ mit dem Dirigenten Hans Jürgen Fleischer „Ei du Mädchen vom Lande“ erklingen. Der älteste Sänger des Dorma-Chors ist übrigens mit 93 Jahren Heinz Klotzsche.

„Wovon singen Männerchöre am liebsten?“, warf Dieter Ehrenthal ein. „Von schönen Frauen, von Bier und von Wein.“ Der MGV Sangeslust Königsfeld (Leitung Günter Quett) ließ den Wanderer musikalisch erklingen, erfreute ebenso mit dem Lied „Aus der Traube in die Tonne“ – dazu wurde Maibowle ausgeschenkt. Beifall erhielten auch die Liedbeiträge der Kinder der katholischen Grundschule.

Und der Heilenbecker Männerchor und der Ennepetaler Frauenchor unter Leitung von Norbert Neukamp bildeten das Schlusslicht, sangen „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ und „Wochenend und Sonnenschein“. Der Vorsitzende des Stadtverbandes der Ennepetaler Chöre, Dieter Ehrenthal, begrüßte, ebenso wie Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, die Besucher. Wiggenhagen dankte allen Mitwirkenden, ganz besonders der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld, die Unterstützung geleistet habe. „Ehret die Lieder! Sie sind gleich den guten Taten“, zitierte Wiggenhagen Goethe. Und: „Gute Unterhaltung, schön, dass Sie alle da sind“, sagte der Bürgermeister und lauschte den zahlreichen Liedbeiträgen.

Der Stadtverband der Ennepetaler Chöre hatte in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein und dem Kulturbereich der Stadt mit Unterstützung der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld das 27. Mai-Einsingen auf die Beine gestellt. Parallel zum Mai-Einsingen eröffnete die Vorsitzende des Verkehrsvereins und Erste Bürgermeisterstellvertreterin, Anita Schöneberg, offiziell die Konzertreihe „Sang und Klang“ im Hülsenbecker Tal. Anschließend erfreute das Akkordeonorchester Ennepetal unter Leitung von Holger Kunz mit „Biscaya“, „Just a Gigolo“ oder auch „Über den Wolken“.

Kuchen, Getränke und Würstchen

Den Volkschor wird man nicht wieder beim Maieinsingen antreffen, dieser trat ein letztes Mal am Sonntag in der Evangelischen Kirche in Milspe auf, gab dort sein Abschiedskonzert (wir berichten noch).

Großen Applaus und Bravo-Rufe erhielten alle Darbietungen. Jürgen Trachler, der traditionell das Schnurrrad drehte, konnte attraktive Gewinne wie Präsentkörbe und Pralinen vergeben. Es gab Grillwürstchen, Bier und Kuchen. Jeder Chor hatte wie in jedem Jahr drei Kuchen gespendet. Das waren schöne, unterhaltsame Stunden auf dem Marktplatz. Was passte da besser als Abschlusslied als „So scheiden wir mit Sang und Klang“, vorgetragen vom Ennepetaler Frauenchor.

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