Liebe zur Musik führt in eine harmonische Ehe

Ehrenbürgermeister Friedrich Döpp und seine Frau Christa feiern am Donnerstag Goldhochzeit.
Ehrenbürgermeister Friedrich Döpp und seine Frau Christa feiern am Donnerstag Goldhochzeit.
Foto: WP

Ennepetal..  „Die Pracht ist der liebevollen Pflege meiner Frau zu verdanken“, sagt Friedrich Döpp, der auf duftende gelbe Rosen, die sich an der Hauswand hochranken und auf unendlich viele Margariten-Inseln weist, die einen Blickpunkt in den Garten zaubern. Am morgigen Donnerstag feiern Christa und Friedrich Döpp Goldhochzeit.

Seit 1978 lebt das Paar dort, wo man die Seele baumeln lassen kann, an der Wilhelm-Schläper-Straße. „Als wir hier bauten, waren wir umgeben von Wiesen, von weiteren Häusern keine Spur“, erzählt Friedrich Döpp, der betont, dass man dankbar für jeden Tag sei, den man zusammen verbringen dürfe. Ehefrau Christa habe ihm stets den Rücken frei gehalten sowohl bei seinen beruflichen als auch ehrenamtlichen Tätigkeiten. „Wir haben so viel Schönes erlebt, haben aber auch noch viel vor“, schmunzelt Friedrich Döpp, der Ehrenbürgermeister von Ennepetal.

Christa Döpp, geborene Schneider (78), ist Gevelsbergerin, Friedrich Döpp (78) Ur-Ennepetaler. Zuhause bei den „Schneider-Eltern“ habe man sich kennengelernt. Dort hatte sich eine kleine Gruppe junger Leute zur Hausmusik zusammengefunden. Die junge Christa spielte Klavier, der ebenso junge Friedrich Cello. „Ich habe sie gesehen und gehört, sie war mir sofort sympathisch“, sagt er. Nach einem Konzert der Konzertgesellschaft – beide besaßen ein Abo – wollte Friedrich Döpp nicht gleich nach Hause gehen. So lud er die hübsche Christa ein, noch ein wenig Zeit zusammen zu verbringen. Von da an waren beide ein unzertrennliches Paar.

Am Nikolaustag wurde Verlobung gefeiert, im Keller bei Schneiders fand der Polterabend statt. Getraut wurde das Paar in der Evangelischen Kirche Milspe von Pfarrer Reck. Die Hochzeitsreise führte nach Teneriffa. „Das war seinerzeit schon etwas Besonderes“, so der Goldjubilar.

Beide reisen gerne

Christa Döpp ist gelernte Auslandskorrespondentin, war elf Jahre bei der Firma Krefft in Gevelsberg, „bis die Kinder kamen“, tätig. Friedrich Döpp erlernte den Beruf des Industriekaufmannes bei der Firma Peddinghaus, nahm danach Stellen bei der Deutschen Bank an, war für einen Exporteur in Hamburg tätig und schließlich drei Jahre in Barcelona als Direktionsassistent angestellt. „Dann kam von der Familie das Angebot, in das Unternehmen Ischebeck einzutreten.“ So sei er 1960 von Spanien zurückgekehrt in die Heimat, um den Einkauf und die kaufmännische Geschäftsführung im Familienunternehmen gemeinsam mit seinem Onkel Ernst Ischebeck jr. zu übernehmen.

Das Paar hat zwei Kinder, Andrea und Beate sowie die „netten Schwiegersöhne“, Axel und Markus und drei Enkelkinder, Tim, Luca Marie und Maja.

Friedrich Döpp ist in zahlreichen Ennepetaler Vereinen Mitglied. Daneben war er Handelsrichter beim Landgericht Hagen und ist Protektor des Ennepetaler Frauenchors. Zu den großen Hobbys von Christa Döpp gehört die Gartenpflege. Das Goldpaar, das aus musikalischen Familien kommt, spielt an der Musikschule Gevelsberg in einem kleinen Ensemble Barock-Musik. Beide reisen auch gern, haben schon viel von der Welt gesehen.

Morgen, am 18. Juni, ist für Freunde und Bekannte Haus der offenen Tür. Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, „der seinerzeit mein Pressereferent war“, so Döpp, von 1984 bis 1989 Bürgermeister der Stadt Ennepetal, wird dem Goldpaar persönlich gratulieren. Am kommenden Sonntag wird die Feier im Familienkreis stattfinden.