Leo-Theater freut sich über dritte Uraufführung

Ennepetal..  Auch wenn das Theatercafé jetzt erst einmal zur Baustelle wird, gibt es aktuell nur strahlende Gesichter beim Leo-Theater. Die Grundpfeiler des Programms, das die Besucher im Haus Ennepetal nach den Sommerferien erwartet, stehen, das Ensemble fühlt sich pudelwohl im Haus Ennepetal, die Besucherzahlen sehen gut aus, allerdings kämpfen die Leo-Verantwortlichen weiterhin gegen ein Gerücht an, das sich hartnäckig hält.

„Das Haus Ennepetal wird nicht zeitnah abgerissen. Wir werden weiterhin hier bleiben“, sagt der künstlerische Leiter Thorsten Hamer. Denn Fakt ist: Diese Variante ist ein Gedankenspiel in der Politik, aber, wenn es überhaupt dazu kommt, noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte von der Umsetzung entfernt. Dennoch machen sich ab kommendem Montag die Bauarbeiter im Theatercafé, wo es auch die Eintrittskarten zu kaufen gibt, breit. „Aus Brandschutzgründen bekommen wir eine neue Decke und die Holzvertäfelung wird entfernt“, sagt Pressesprecher Andreas Winkelsträter. Beides geschieht durch die Stadt Ennepetal. Wichtig: Das Büro bleibt während der kompletten Bauphase über geöffnet, Karten können zu den regulären Geschäftszeiten gekauft werden.

Nach den Ferien geht es dann wieder richtig los auf der Bühne: Gleich mit einer Uraufführung startet das Leo Theater mit der Komödie „Hauptsache gesund“ von Werner Simon. „Darauf bin ich besonders stolz. Dies ist bereits die dritte in unserem Theater“, sagt Hamer, dies zeige, welchen Stellenwert das Ennepetaler Theater in der deutschen Theaterlandschaft genieße.

Insgesamt präsentiert das Leo Theater dem Publikum vier Premieren bis Ende des Jahres. Nachdem die Zuschauer bereits „Alles hat seine Zeit“ gesehen haben, folgt ab dem 7. August „Hauptsache gesund“. Zudem hat Thorsten Hamer „Die Perle Anna“ (16. Oktober, von Marc Camoletti) in den Spielplan aufgenommen. „Es wird die erste Regiearbeit von Marc Neumeister sein, der seit dem 1. Juni mein Stellvertreter in der künstlerischen Leitung ist“, sagt der Leo-Chef. Neumeister zählt seit Juni 2013 zum Stamm des Ensembles und habe in dieser Zeit bei fast allen Inszenierungen auf der Bühne gestanden. Nach einigen Stücken, bei denen er die Co-Regie inne hatte, werde er dieses Stück nun allein inszenieren.

Heinz Erhardt und Loriot

Eine weitere Komödie soll im Dezember folgen, bei der Thorsten Hamer wieder selbst mitspielt. „Welche, das können wir noch nicht sagen, weil wir uns noch in Verhandlungen um die Rechte befinden“, sagt Thorsten Hamer. Zudem wird es im Dezember erstmals seit Langem wieder Charles Dickens Weihnachtsgeschichte „A Christmas Carol“ geben. Und zum Jahresende, am 31. Dezember (Silvester-Gala), wird den Zuschauern während der Silvester-Gala das brandneue Stück von Erfolgsautor Frank Pinkus gezeigt, das „Männerparadies“ als Vorpremiere. Die eigentliche Premiere findet im Januar 2016 statt.

Nach wie vor sind „Herrenabend und „Pension Schöller“ und „Willi Winzig“ mit Thorsten Hamer in der Heinz Erhardt-Rolle im Programm. Ein Publikumsrenner ist auch die Loriot-Inszenierung „Loriot“, jedoch wird dieses Programm runderneuert. Im Juli wollte man eigentlich komplett schließen, weil jedoch immer wieder Nachfragen vom Publikum – weiterhin kommen etliche Stammgäste aus Wuppertaler Zeiten – kamen, hat man sich entschlossen, zumindest zwei, eventuell auch drei Termine anzubieten. Dies wird am Sonntag, 12. Juli, 11 Uhr, „Pension Schöller“ (mit Frühstücksbüffet) sein, und um 15 Uhr „Willi Winzig“ (Vorstellung mit Kaffee und Kuchen). Ob es weitere Termine geben wird, hängt auch von den Renovierungsarbeiten ab.

Beim „Tag der offenen Tür“ am Samstag, 8. August, möchte das Leo Theater den Besuchern Einblicke in verschiedene Inszenierungen geben oder auch in die Probenarbeit. Derzeit arbeitet man am Programm.