Leider Fehler zum Auftakt

Familiengerechte Kommune..  Auch Gevelsberg ist auf dem Weg, ein Zertifikat als „Familiengerechte Kommune“ zu erlangen. Ein tolles Vorhaben, da sich dazu alle Bürger in ihren „Funktionen“ als Kinder, Jugendliche, Eltern, Großeltern, Alleinerziehende, Pflegekräfte sowie Unternehmer, Dienstleister, Vereine, Schulen und Betreuungseinrichtungen einbringen können. (...) Zur Auftaktveranstaltung am 14. März im Schulzentrum Gevelsberg hatte die Stadtverwaltung gute Konzepte erarbeitet. (...) Soweit so gut.


Doch schon zu Beginn der Veranstaltung wurde sichtbar, dass die Bürger (Kinder, Eltern,..) und Unternehmen bzw. Dienstleister (u.a. Pflegekräfte, Tagesmütter) nur sehr spärlich vertreten waren. Die teilweise anwesenden Politiker der Kommune konnten daher kaum neue Erfahrungen sammeln, Bürgerwünsche erheischen. Doch warum haben nicht auch sie für diese wichtige Eingangstagung geworben - unter ihren Mitgliedern ?

Der Grund für diese Misere lag einerseits in der schlechten „Propagandaarbeit“ für den „Marktplatz der Möglichkeiten“ im Zusammenspiel der Verwaltung mit den Presseorganen. Diese Informationskampagne hätte gründlicher und viel früher als in der Presse drei Tage vor der Veranstaltung erfolgen müssen. Andererseits wurde der informative Flyer vorher, aber wohl noch zu spät an die Verantwortlichen der Institutionen (Betreuungseinrichtungen, Schulen) und Bürger/innen wie Unternehmen und Dienstleister herausgeschickt. Daher wohl die geringe Teilnahme. Eine wirkliche Panne.


Ergebnis: In den Workshops saßen die Moderatoren/innen mit einigen Vertretern der Einrichtungen und nur wenigen Bürgern. Von den Schulen war nur eine Grundschulklasse vom Strückerberg vertreten. Wo waren Lehrer/innen und Schüler der anderen Schulen (Haupt-/Real- und Förderschule sowie Gymnasium) oder der Georg-Müllerschule aus Berge? Es bestand auch Mangel an Vertretern und Eltern der Betreuungseinrichtungen. Außer AWO, städtischer Kindergarten Habichtstraße waren Fachkräfte von St. Engelbert und KiTa Vogelsang erschienen sowie Eltern vom Börkei, Habicht- und Körnerstraße. Die wenigen Bürger, die gekommen waren, nutzten aber die Chance, sich engagiert einzubringen – mit Kritik und guten Vorschlägen. Leider wurde dann ein fataler Fehler gemacht, da man die ursprüngliche Ablaufplanung zur zeitlichen Durchführung der Workshops änderte, so dass – da keine Pause – ein Wechsel in andere Workshops kaum möglich war.


Auch fand leider keine Abschlusspräsentation (nach Abstimmung nur Protokollführung) statt. so dass sich die Teilnehmer nicht mehr zu den anderen Workshops äußern konnten, wenngleich sie sicher gut vorbereitet waren und noch ihre neuen Ideen hätten einbringen können. (...) Die „End-Ergebnisse“ aller Workshops (Protokoll) sollen nun schriftlich verteilt werden – rechtzeitig vor der Folgeveranstaltung im Mai 2015. Ich hoffe es.(...) Schade; hoffen wir, dass für die Folgeveranstaltung im Mai alles effektiver laufen kann.


Eberhard Wehberg,
Gevelsberg