Legionellen: Messwerte deutlich gesunken

Das Bakterium „Legionella pneumophila“, hier in 15000-facher Vergrößerung.
Das Bakterium „Legionella pneumophila“, hier in 15000-facher Vergrößerung.
Foto: dpa

Ennepetal..  An den Turnhallen der Albert-Schweitzer-Schule und der Katholischen Grundschule liegt die Legionellen-Konzentration in den Wasserleitungen wieder unter den Grenzwerten, ab denen technische Maßnahmen durchgeführt werden müssen. Das hätten neue Messungen im Anschluss an die vorgenommene Sofortmaßnahmen ergeben, teilte die Stadtverwaltung gestern mit. In der Dreifachsporthalle am Reichenbach-Gymnasium und der Realschul-Turnhalle seien die gemessenen Werte zwar erheblich zurückgegangen, lägen aber immer noch leicht über dem Grenzwert. Dort soll nun das gesamte Trinkwassersystem saniert werden.

Ende November waren bei den jährlich durchzuführenden Messungen in den öffentlichen Gebäuden in den vier Turnhallen erhöhte Legionellen-Konzentrationen festgestellt worden, die über dem Grenzwert von 100 Koloniebildenden Einheiten (KBE) je 100 Milliliter Wasser lagen (wir berichteten). Bei Überschreitung dieses Wertes müssen technische Maßnahmen vorgenommen werden und die Nutzer der betreffenden Gebäude informiert werden.

Nachdem die Stadt entsprechende Desinfektionsmaßnahmen vorgenommen hat, ergaben neue Messungen nun, dass die Werte an der Albert-Schweitzer-Schule und der Katholischen Grundschule wieder im grünen Bereich liegen. Dort waren mit 7800 KBE bzw. 9200 KBE besonders hohe Werte festgestellt worden. Ab 10 000 KBE müsste ein Gebäude oder Gebäudeteil gesperrt werden.

Leitungssanierung in zwei Hallen

Die Werte in der Dreifachsporthalle und der Realschule hätten deutlich reduziert werden können, so die Mitteilung der Stadt, lägen aber immer noch knapp über dem technischen Maßnahmenwert. An der Dreifachsporthalle sei der Messwert von 5400 KBE auf 220 KBE, an der Realschule von 292 KBE auf 123 KBE gesunken. Eine weitere Reduzierung sei angesichts des Zustandes der Leitungen kaum möglich. In beiden Gebäuden würden die Stadtbetriebe Ennepetal daher im nächsten Schritt mit der notwendigen Sanierung der Trinkwassersysteme beginnen. Der Auftakt soll in Kürze in der Realschule erfolgen, so die Mitteilung der Stadt. Insgesamt stünden im Wirtschaftsplan der Stadtbetriebe für das laufende Jahr 180 000 Euro zur Verfügung.