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Land hält an Notunterkunft in Ennepetal fest

26.01.2016 | 21:00 Uhr
Land hält an Notunterkunft in Ennepetal fest
Die Dreifachturnhalle am Berufskolleg in Ennepetal wird seit September 2015 als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt. Kreis und Bezirksregierung vereinbarten nun eine Verlängerung der Nutzung bis Ende April.Foto: Carmen Thomaschewski

Ennepetal. Das Land Nordrhein-Westfalen baut aktuell sein Netz an Notunterkünften für Flüchtlinge um. Die Zahl von bis zu 70 000 Plätzen verteilt auf landesweit 267 Einrichtungen soll in den kommenden Monaten um 10 000 Plätze auf deutlich weniger Standorte in NRW reduziert werden. Das erklärte die Bezirksregierung Arnsberg auf Nachfrage.

Hallen-Sanierung wird nachgeholt

Die Notunterkunft in Sprockhövel wird nicht mehr benötigt und dient seit dem 11. Januar als städtische Unterkunft für Flüchtlinge, die der Stadt Sprockhövel zugewiesen werden. Die Notunterkunft in Ennepetal wird als Puffer hingegen weiter benötigt. Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat Anfang dieser Woche einer Verlängerung des Amtshilfegesuches durch die Bezirksregierung Arnsberg bis zum 30. April 2016 zugestimmt. Danach wird die Kreis-Turnhalle am Berufskolleg wie geplant saniert.

Das teilte Michael Schäfer vom Fachbereich Ordnung und Straßenverkehr der Kreisverwaltung am Dienstag im Kreisausschuss mit. Demnach kann das Land bei Bedarf wie gehabt bis Ende April bis zu 150 Flüchtlinge in der Kreis-Turnhalle unterbringen. Ob die Kapazität tatsächlich ausgeschöpft wird, hänge von der weiteren Entwicklung ab, so die Bezirksregierung. Im Januar seien die Flüchtlingszahlen im Vergleich zu Dezember in NRW deutlich gesunken. Ob und wieweit sie wieder ansteigen, könne nur spekuliert werden. Aktuell sind in der seit September 2015 existierenden Notunterkunft am Berufskolleg weniger als zehn Menschen untergebracht.

Die Stadt Ennepetal betonte am Dienstag, kein Interesse daran zu haben, die Notunterkunft nach dem 30. April als städtische Unterbringung für Flüchtlinge weiter zu nutzen. Die Turnhalle solle so schnell wie möglich dem Schul- und Vereinssport wieder zur Verfügung stehen.

Dies wird nach Mitteilung des Kreises mit Schuljahresbeginn 2016/2017 wieder der Fall sein. Mit Schließung der Notunterkunft Ende April werde der Kreis unmittelbar mit der Sanierung seiner Halle beginnen, die ursprünglich für vergangenes Jahr geplant war und geschoben wurde, als die Halle Notunterkunft wurde. Saniert werden muss u.a. die Lüftungsanlage und das Wasser- bzw. Abwassersystem. Sollten durch die Unterbringung von Flüchtlingen Schäden entstanden sein, würden diese auf Kosten des Landes behoben, hieß es.

Was die Finanzierung der Notunterkunft betrifft, bleibt alles wie gehabt. Stadt und Kreis gehen in Vorleistung und rechnen später mit der Bezirksregierung ab. Das Land sicherte die 100-prozentige Kostenerstattung zu. Die Zahl der vom Land in der Notunterkunft untergebrachten Menschen wird eins-zu-eins bei der Zuweisung von Flüchtlingen an die Stadt Ennepetal berücksichtigt.

Andreas Gruber

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2016-01-26 21:00
Ennepetal