Kunst mit einem Blick auf Bolivien

Mitglieder des Kunstraum EN stellen ihre Werke bei der Ausstellung "Am anderen Ende der Welt" im Bürgerzentrum Alte Johanneskirche in Gevelsberg aus. Von links Robert Schiborr, Quartiers-Managerin Regina Potarczyk, Heike Schemmann, Claudia Westermann, Werner Kollhoff und Stefanie Hogrebe.
Mitglieder des Kunstraum EN stellen ihre Werke bei der Ausstellung "Am anderen Ende der Welt" im Bürgerzentrum Alte Johanneskirche in Gevelsberg aus. Von links Robert Schiborr, Quartiers-Managerin Regina Potarczyk, Heike Schemmann, Claudia Westermann, Werner Kollhoff und Stefanie Hogrebe.
Foto: WP

Gevelsberg..  Sie treiben es bunt, die Künstler in Bolivien. Und es gibt eine „persönliche und künstlerische Beziehung“, wie es Robert Schiborr ausdrückt, mit der Szene in dem südamerikanischen Land. „Am anderen Ende der Welt“ ist dann auch der Titel der Gemeinschaftsausstellung von Kunstraum EN. Zehn Mitglieder aus Gevelsberg, Ennepetal, Schwelm, Sprockhövel, Hagen und Wuppertal setzten sich mit ihren Werken mit ihren Kollegen in Bolivien auseinander - und das hat seinen Grund.

Arbeit mit Straßenkindern

Der Gevelsberger Marvin Heckmann, Mitglied des Kunstraums EN, engagiert sich in seinem freiwilligen sozialen Jahr zurzeit für die Straßenkinder in Santa Cruz de la Sierra. Er hilft ihnen mit Kunstprojekten dabei, weiter im Leben zu kommen. Deshalb haben sich zehn Mitglieder von Kunstraum EN dazu entschlossen eine Benefiz-Ausstellung zu Gunsten des bolivianischen Kinderhilfswerks zu veranstalten. Rund 70 Werke werden im Bürgerhaus Alte Johanneskirche zu sehen sein, die mit einer Vernissage am kommenden Sonntag, dem 22. Februar, ab 14 Uhr, eröffnet wird.

Für die heimischen Künstler ist die Ausstellung auch ein Anlass, sich mit der Farbei auseinander zu setzen. „Meine Bilder sind sonst nicht so kräftig“, erläutert zum Beispiel Werner Kollhoff seine persönliche Vorbereitung für „Am anderen Ende der Welt. Er hat sich im Tanztheater von Pina Bausch auf die Suche nach südamerikanischen Einflüssen gemacht und die Motive in seinen Werken für die Ausstellung aufgenommen.

Was an den Wänden des Bürgerzentrums Alte Johanneskirche hängen wird, das kann von den Besuchern der Ausstellung erworben werden. 20 Prozent von dem Erlös gehen an das Kinderhilfswerk. Außerdem hat der Künstler Robert Schiborr im Vorfeld noch Vinyl-Schallplatten mit Mädchen und Jungen bei Projekten in der Realschule Gevelsberg, der Grundschule Nordstadt Schwelm und des Gymnasiums Holthausen in Hattingen bemalen lassen, deren Erlös auch gespendet wird.

Programm zur Vernissage

Neben Schiborr und Kollhoff werden auch Agnes Henkes, Marvin Heckmann, Stefanie Hogrebe, Beate John, Heike Kemming-Fieberg, Heike Schemmann, Claudia Westermann und Wolfgang Zackow in der Alten Johanneskirche ausstellen.

Bei der Vernissage werden der SPD-Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer und die Kinderschutzbund-Vorsitzende Barbara Lützenbürger sprechen. Im musikalischen Teil werden die „Jazzpiraten“, DJ „The Realist“ und die Kinderband „The Movie Groovy’s“ zu hören sein.

Der Eintritt zu der Vernissage ist frei. Zu den Ausstellungsstücken gehören Bilder mit unterschiedlichen Techniken, Skulpturen und Fotos zum Thema Bolivien. Informiert wird auch über die Arbeit von Marvin Heckmann in Südamerika. Regina Potarczyk , Quartiermanagerin in der Alten Johanneskirche, freut sich auf jeden Fall, dass Kunstraum EN in der Einrichtung sozusagen eine Heimat für ihre Ausstellungen gefunden hat: „Es ist ein richtiges Künstler-Netzwerk entstanden. Die Vernissage ist sicherlich ein Anlass, bei dem man mit Menschen in Kontakt kommen kann, die an der Kunst interessiert sind.“

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