Kulturelle Brücken bauen

Gevelsberg..  Mit Musik, Essen und viel guter Laune wurde nun in der Grundschule Vogelsang ein Einweihungsfest des Deutsch-Italienischen Vereins gefeiert. Es stand unter dem Vereinsmotto „Wir bauen Brücken“.

Auf dem Plan stand viel Live-Musik, eine Flamenco-Gruppe zeigte ihr Können und auch der Mimonori, ein italienischer Sänger. Außerdem sang der Kinderchor das Vereinslied „gente magnifica gente“, das übersetzt „Menschen, besondere Menschen“ heißt.

Reichlich Leckereien

Auch Loredana Petranca, erste Vorsitzende des Vereins, sorgte für musikalische Unterhaltung mit einer Jazz-Blues-Einlage: „Seit 18 Jahren mache ich auch selber Musik“, erklärte sie.

Für den Abend „gibt es zwar ein Programm, aber es kann sein, dass das spontan umgeschmissen wird“, gestand Petranca. „Wir Italiener sind nun einmal bunt, da kann es passieren, dass auf einmal jemand anfängt, auf dem Tisch zu tanzen und zu singen“.

Auch am Angebot an Nahrungsmitteln gab es nichts zu meckern: Pizza, Salisiccea – eine spezielle italienische Wurst, die einige Vereinsmitglieder selbst herstellen – und Anrancini (Reiskugeln, mit Bolognese-Sauce gefüllt). Zudem gab es thailändische Spezialitäten, Waffeln und Chili con Carne.

Auch wenn es den Verein bereits seit 2008 gibt, hat es nie eine richtige Einweihungsfeier gegeben. Das ist allerdings auch kein Wunder bei den vielen sozialen Projekten, die organisiert und durchgeführt werden müssen. Beispielsweise werden Deutschkurse für die 300 Mitglieder angeboten. Aber es wird auch bei Behörden- und Arztgängen gedolmetscht. „Von der Anmeldung bis zur Wohnungssuche“ werde den Menschen geholfen, berichtet Petranca. Das Schöne sei, dass alle sich verständen: „Italiener, Deutsche, Portugiesen, Spanier, aber auch Rumänen, denn die meisten Sprachen kommen aus dem Lateinischen und die meisten Rumänen sprechen auch italienisch“, so Petranca.

Weitere Projekte geplant

Für die Zukunft sind weitere Projekte geplant, wie zum Beispiel eine „bunt gemischte“ Fußballmannschaft. Seit Oktober letzten Jahres ist der Verein gemeinnützig anerkannt, so dass es den sechs ehrenamtlichen Helfern noch besser möglich ist, die Mitglieder zu unterstützen. Die Einzigen, die an diesem Abend fehlten, waren die Besucher aus Gevelsbergs Partnerstadt Butera. „Die kommen leider erst nächste Woche zum Boulevard“, erzählte Rita Sistermann, Kassiererin des Vereins.

Die Einnahmen des Abends wandern übrigens in die Vereinskasse.