Kreiskämmerer Jürgen Brückner gestorben
11.04.2011 | 19:07 Uhr 2011-04-11T19:07:00+0200Ennepe-Ruhr.Jürgen Brückner ist tot. Der langjährige Kämmerer des Ennepe-Ruhr-Kreises starb überraschend im Alter von 58 Jahren am Wochenende. Das bestätigte gestern die Kreisverwaltung unserer Zeitung auf Anfrage.
Brückner war nicht nur für die Kassen im Kreis, sondern auch für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr, die Kreisentwicklung und die Jobcenter, also die Betreuung der Langzeit-Arbeitslosen, verantwortlich. Er galt als rechte Hand und einer der engsten Berater von Landrat Arnim Brux. Brückner hinterlässt eine Frau und eine Tochter.
„Wir sind alle hier in einem Schockzustand“, erklärte Brux gestern im Schwelmer Kreishaus. Die Nachricht sei auch „für mich persönlich tragisch“. Brückner sei ein „wichtiger Ansprechpartner“ gewesen: „Im Gedanken sind wir bei seiner Familie.“ Den Landrat erreichte die traurige Nachricht bei der feierlichen Eröffnung der neuen Ruhrbrücke in Wetter.
Dr. rer. pol. Jürgen Brückner wurde in Schwenningdorf im Kreis Herford geboren. Er studierte Raumplanung und leitete eine Stabsstelle im Kreis Borken, bevor er 1985 Kämmerer des Ennepe-Ruhr-Kreis wurde. Der Kämmerer lebte lange Zeit in Witten, dann zog er mit seiner Familie nach Wetter.
Brückner galt als herausragender Experte der öffentlichen Finanzen. Er schaffte es auch in schwierigen Zeiten, der Politik Handlungsspielräume zu erhalten. Seine unaufgeregte, nüchterne Art bei Diskussionen und Haushaltsdebatten strahlte Kompetenz aus, die von allen Parteien anerkannt wurde. Zuletzt brachte er an der Seite von Landrat Brux Ende März den Kreishaushalt durch.
09:23
Die Tragik überhaupt nicht übersehend drängt sich der Blick auf 2 Passagen des Artikels:
1. Die Beschreibung wahrscheinlich nur der wichtigsten Aufgaben eines einzelnen Menschen
2. Der Schock des Vorgesetzten über den plötzlichen Tod seines so sehr beschäftigten Mitarbeiters
Hoffentlich ein heilsamer Schock ?