Kreis erwirbt Grundstück fürs neue Südkreis-Jobcenter

Schwelm - Bahnhof Loh Rheinsiche Straße neben Bever und Klopphaus liegt das Grundstück auf dem die Stadt Schwelm ihre neue Grundschule bauen möchte Foto: Bernd Richter
Schwelm - Bahnhof Loh Rheinsiche Straße neben Bever und Klopphaus liegt das Grundstück auf dem die Stadt Schwelm ihre neue Grundschule bauen möchte Foto: Bernd Richter
Foto: Bernd Richter
  • Kreis erwirbt in Schwelm Grundstück fürs neue Südkreis-Jobcenter
  • Baustart soll Mitte 2017 sein
  • Eröffnung ist für den 1. Januar 2019 geplant

Schwelm..  Der Kauf des Grundstücks für das neue Südkreis-Jobcenter ist perfekt. Für insgesamt 505 000 Euro wechselt das 9360 Quadratmeter große Areal am ehemaligen Bahnhof Loh von der Deutschen Bahn in den Besitz des Ennepe-Ruhr-Kreises.

Der Kaufvertrag zwischen Kreis und Bahnentwicklungsgesellschaft wurde vergangenen Mittwoch notariell beurkundet. Mit der Unterzeichnung ist ein wichtiger Schritt in Richtung Jobcenter-Zentralisierung erfolgt. Der neue Standort in Schwelm soll die bisherigen Anlaufstellen in Schwelm, Gevelsberg, Ennepetal, Sprockhövel und Breckerfeld ersetzen. Die Eröffnung ist zum 1. Januar 2019 geplant. Bis dahin können Leistungsbezieher und Arbeitssuchende weiterhin die Regionalstellen aufsuchen.

Kreistag entscheidet über Variante

Offen ist noch, in welcher Art und Weise das neue Jobcenter errichtet wird. Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ergab, dass der Kreis am besten damit fährt, wenn er das Dienstgebäude im Eigenbau realisiert. Wegen begrenzter Kapazitäten in der Kreisverwaltung sollte dazu jedoch ein Generalplaner beauftragt werden. Der soll das Vorhaben bis zur Genehmigungsplanung voranbringen, damit der eigentliche Bau anschließend an einen Generalunternehmer vergeben werden kann.

Von den Fachleuten geprüft wurde auch die Errichtung durch einen privaten Investor, wobei der Kreis später Mieter würde, oder der Bau in Form einer öffentlich-privaten-Partnerschaft (PPP-Modell). Beide Varianten bergen nach Auffassung der Prüfer aber zu viele Risiken für den Kreis.

Ausländerbehörde zieht mit ein

Die Politik hat nun darüber zu entscheiden, welche Variante umzusetzen ist. Eine Entscheidung dazu soll im Kreistag am 24.Oktober gefällt werden.

Fest steht inzwischen, dass die Ausländerbehörde – wie ursprünglich vorgesehen – mit ins neue Gebäude des Jobcenters ziehen wird, und zwar komplett, wie Kreissprecher Ingo Niemann auf Nachfrage erklärte. Zwischenzeitlich hatte der Kreis geprüft, ob ein Verbleib oder zumindest ein Teilverbleib im Kreishaus besser ist. Nun hat sich die Verwaltung festgelegt: Die gesamte Dienststelle wird mit ihren knapp 30 Mitarbeitern mit zum ehemaligen Bahnhof Loh ziehen.

Damit werden in dem Neubau Räume und Arbeitsplätze für mehr als 200 Mitarbeiter entstehen. Allein das Jobcenter wird mit 175 Kräften einziehen. Geplant ist ein mehrgeschossiges Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von ca 5500 Quadratmetern (ca. 4000 Quadratmeter Nutzfläche). Hinzu kommen 120 bis 150 Parkplätze.