Konzert ist wie Städtetour der besonderen Art

Hannes Potthoff, ein Schwelmer, den es nach dem Studium nach Berlin zog, kam nun mit einem Koffer voller Musik zurück. Die Religionslehrerin Kim Brandt (Gesang) und der Musiktherapeut (Klavier) bilden das Duo „Luna Blau“. Die beiden Musiker waren auf Einladung von Sabine Horstmann nach Schwelm gekommen.
Hannes Potthoff, ein Schwelmer, den es nach dem Studium nach Berlin zog, kam nun mit einem Koffer voller Musik zurück. Die Religionslehrerin Kim Brandt (Gesang) und der Musiktherapeut (Klavier) bilden das Duo „Luna Blau“. Die beiden Musiker waren auf Einladung von Sabine Horstmann nach Schwelm gekommen.
Foto: WP
Eine Städtetour der besonderen Art und Weise erlebte das Publikum im Rahmen der 125-Jahr-Feier des Evangelischen Kirchenchores und der Kantorei der Christuskirche.

Schwelm..  Eine Städtetour der besonderen Art und Weise erlebte das Publikum im Rahmen der 125-Jahr-Feier des Evangelischen Kirchenchores und der Kantorei der Christuskirche. Zu Gast im Petrus-Gemeindehaus waren Luna Blau.

Hannes Potthoff, ein Schwelmer, den es nach dem Studium nach Berlin zog, kam nun mit einem Koffer voller Musik zurück. Der Musiktherapeut am Klavier und die Religionslehrerin Kim Brandt (Gesang) bilden das Duo „Luna Blau“. Die beiden Musiker waren auf Einladung von Sabine Horstmann für das Sonderkonzert „… dass ich dich zum Atmen brauch“ nach Schwelm gekommen.

Tour startet mit der „Linie 1“ in Berlin

„Luna Blau“ nahm die Zuhörer mit auf eine Städtetour der besonderen Art und Weise. Es wurden Lieder über Berlin und andere Metropolen interpretiert. Gestartet wurde mit „6:14 Bahnhof Zoo“ aus dem Musical Linie 1. Weiter ging es mit klassische Komponisten bis hin zu „Kathmandu“ (Cat Stevens). Selbstverständlich durfte „Ich habe noch einen Koffer in Berlin“ von Marlene Dietrich nicht fehlen.

Aber „Luna Blau“ hatten neben „Bochum“ (Herbert Grönemeyer), „Göttingen“ (Barbara) und „Gelsenkirchen“ (Georg Kreisler) auch das eigene Lied „Zuhaus“ im Gepäck. Dieser tiefsinnige Text und die einfühlsame Melodie behandelten die Verheimatung mit einer Stadt: „Wenn eine Stadt nur ein Ort aus Steinen wäre, dann wird sie niemals ein Zuhause.“

Das Publikum erhielt mit dem gewissen kleinen Schalk im Nacken nicht nur sehr viele Informationen über die besungenen Städte, nein, auch sein Fachwissen wurde gefordert. Für die Schwelmer war dies kein Problem: Theodor Storm hat selbstverständlich mit der grauen Stadt am Meer Husum beschrieben. Schwieriger wurde es bei dem Quiz über deutsche Schlager. Es sollte in einem bunten Städte-Medley erkannt werden, „Welche Interpretin besingt ihren Geburtsort?“ und als Zusatzfrage: „Bei welchem Lied sind die besungene Stadt und der Geburtsort des Interpreten am weitesten von einander entfernt?“

Es wurden Erinnerungen wach. Eine Konzertbesucherin: „Bei dem Lied ‘Weiße Rosen aus Athen’ habe ich vor 53 Jahren meinen Mann kennengelernt.“ Aber dies war nicht das gesuchte Lied – Nana Mouskouri wurde auf Kreta geboren. Katharina Valente hingegen träumte in ihrem Geburtsort Paris später von der Liebe. Am weitesten entfernt lag Kalkutta von Genf, wo Vico Torriani geboren wurde. Der echte importierte Berliner Pfannkuchen fand einen glücklichen Gewinner.

Klangvoller Abstecher nach Schwelm

Die beiden Künstler überzeugten mit ihren eigenen Arrangements, der gekonnten schauspielerischen Darstellung und der einfühlsamen informativen Moderation. Im Gegensatz zu ihrem Duett-Partner war die geborene Berlinerin Kim Brandt noch nie in Schwelm, „aber ganz bestimmt nicht das letzte Mal“.

Neben dem musikalischen Besuch in all den großen und berühmten Metropolen dieser Welt, blieb der Stadt Schwelm aber etwas Besonders vorbehalten. Sie wurde im Vorfeld zum Palmsonntag auserwählt für die Premiere des Liedes „Jerusalem“. Hannes Potthoff hat den Text zu der Musik von Idan Raichel geschrieben. Das Publikum erhielt als Erinnerung an diesen besonderen Moment den Text, so dass viele es sich nicht nehmen ließen, spontan in den Refrain einzustimmen – ein besonderes Dankeschön der Zuhörer an die beiden Künstler für einen bewegenden Abend.