Kompakter Überblick und feste Verbindung

Die 53. Ausgabe des Ennepetaler Heimatbriefes, herausgegeben vom Heimatbund Ennepetal, wurde im Gut Ahlhausen vorgestellt.
Die 53. Ausgabe des Ennepetaler Heimatbriefes, herausgegeben vom Heimatbund Ennepetal, wurde im Gut Ahlhausen vorgestellt.
Foto: WP

Ennepetal..  Er ist für viele eine feste Verbindung in die frühere Heimat – obwohl er nur aus Papier ist. Und er ist ein kompakter Überblick über das Geschehen in der Stadt Ennepetal und ihren Ortsteilen im abgelaufenen Jahr: Der Ennepetaler Heimatbrief. An historischer Stätte, im Gut Ahlhausen, wurde am Dienstag die Nummer 53, die Ausgabe für das Jahr 2014, im Beisein der Beteiligten vorgestellt.

Schlanker nach Einnahmerückgang

Schlank sieht er aus – das ist in diesem Fall nicht unbedingt ein Kompliment. „Weil die Spendeneinnahmen zurückgehen, müssen wir auf den Umfang achten“, erklärte Stephan Langhard, Geschäftsführer des Heimatbundes Ennepetal, der den Heimatbrief herausgibt. Etwa 30 Seiten weniger als zuletzt umfasst das Druckwerk diesmal. „Wir haben 200 Empfänger weniger als noch im Jahr 2008“, so Langhard. 100 Exemplare gehen an ehemalige Ennepetaler ins Ausland und 800 Stück an heimatverbundene Ex-Ennepetaler in ganz Deutschland.

Stephan Langhard lobte die Disziplin der Autoren, die sich etwas kürzer fassten. Auf den 72 Seiten findet sich das Wichtigste aus Verwaltung und Parlament, das Stadt-Pressesprecher Hans-Günther Adrian zusammenstellte, ein von Stadtarchivarin Frauke Blum verfasster Nachruf auf die im vergangenen Jahr verstorbene Künstlerin Elisabeth Altenrichter-Dicke sowie Berichtenswertes aus den Ortsteilen. Über Altenvoerde schrieb Wolfgang Schweflinghaus und über Hasperbach Ulla Bürger. Das Geschehen in Milspe stellte Theo Bicking zusammen, aus Oberbauer berichtete Adalbert Meinecke, mit Rüggeberg beschäftigte sich Werner Balke und mit Voerde Manfred Michalko. Günter Bioly stellte die sportlichen Ereignisse des Jahres dar. Im Bereich der Wirtschaft steht die Firma Spax International im Blickpunkt.

Zudem betätigte sich der neue Leiter der Feuerwehr, Frank Schacht, als Autor und blickte gemeinsam mit Ulrich Lüdorff auf das Jahr zurück, das im Zeichen des Führungswechsels und der Verabschiedung des langjährigen Wehrchefs Rainer Kartenberg stand.

Dank an die Autoren

Jahresrückblicke der Kulturgemeinde und des Akkordeon-Orchesters, der Heimatvereine Milspe, Voerde und Rüggeberg, des Bundes der Vertriebenen sowie des Verkehrsvereins in der Stadt Ennepetal runden die aktuelle Ausgabe des Heimatbriefs ab.

Wilhelm Wiggenhagen dankte den Autorinnen und Autoren, die alle ehrenamtlich an der Entstehung des Heimatbriefs mitwirkten. „Ich weiß, was das für eine Heidenarbeit ist“, sagte er. Der Firma Jüngermann Druck dankte er für die technische Herstellung.

Gastgeber Paul Timmermanns, Eigentümer des Gutes Ahlhausen, berichtete den Gästen kurz von der langen Geschichte des Ende des 17. Jahrhundert erbauten Gutes sowie über die aktuelle Nutzung. Eine ökologische Landwirtschaft baue er zurzeit auf, erklärte Timmermanns. Zudem hat die Bundeshospizakademie, deren Geschäftsführer er ist, auf dem Gut ihren Sitz.