Kinder und Senioren mit Behinderung arbeiten gemeinsam

Gevelsberg..  Die Grundschule Silschede ist noch ein bisschen schöner geworden. Mosaikstein für Mosaikstein ist sie bunter und fröhlicher geworden. Über 60 Helfer, darunter Eltern, Großeltern und Bewohner des Vicus-Treffs des AWo Unterbezirks Ennepe-Ruhr, haben gemeinsam mit den Grundschülern zahlreiche bunte Mosaike an den Außenwänden der Schule angebracht.

„Wir als Schule haben uns beim Förderprogramm Kultur und Schule des Landes Nordrhein-Westfalen beworben, damit die Schule schöner wird“, erklärt Sandra Hoffinger, Schulleiterin der Grundschule Silschede. Mit Hilfe der Geldmittel aus dem Förderprogramm, sowie finanzieller Unterstützung der Stadt Gevelsberg, des Fördervereins der Grundschule und der AWo, konnte das Mosaik realisiert werden. Die Künstlerin Ute Scholl-Halbach unterstützte die Kinder bei der Entstehung des Mosaiks.

Im Vorfeld hatte die Schulleitung alle Grundschüler aufgefordert, Vorschläge abzugeben, wie die Mosaike aussehen könnten. Die gemalten Zeichnungen waren vielfältig. So reichten die Ideen der Kinder von einem Fußballfeld, bis hin zu sich liebenden Tauben.

„Wir haben uns aber doch dazu entschlossen, dass jedes Kind seine Ideen einbringen kann“, erklärt Sandra Hoffinger. Es war viel Arbeit. Jeder Mosaikstein musste zuerst seinen Platz im Mosaik finden, verklebt werden und zu guter Letzt musste das gesamte Mosaik auch noch verfugt werden. Fast täglich besuchten die Senioren des Vicus-Treffs die Grundschüler und unterstützten diese tatkräftig. „Kinder und ältere Menschen mit Behinderung haben Hand in Hand gearbeitet. Beide hatten keine Berührungsängste, das ist gelebte Inklusion“, freut sich Juttag Sudek, Leiterin des AWo-Wohnhauses am Brandteich.

Als Dankeschön schenkten die Grundschüler dem AWo-Wohnheim ein eigenes Mosaik, das neben dem Eingang einen neuen Platz finden soll. Die Mühen haben sich gelohnt. Die verschiedenen Mosaike schillern in den schönsten Farben, auch Wände und eine Decke im Bereich des Schulhofs wurden in einem fröhlichen orange gestrichen.

Annette Bußmann, stellvertretende Bürgermeisterin, ist begeistert: „Es ist ein wirkliches Kunstwerk geworden, das Gesicht des Schulhofs hat sich verändert. Der Schulhof ist damit zu einem Stadtteiltreff geworden.“