Kinder übernehmen Bücherei

Der Jugendbüchereibeirat für Gevelsberg bei seiner ersten Sitzung. Die Jungen und Mädchen sind mit viel Feuereifer und Spaß bei der Sache, die Zukunft der Bücherei mitzugestalten.
Der Jugendbüchereibeirat für Gevelsberg bei seiner ersten Sitzung. Die Jungen und Mädchen sind mit viel Feuereifer und Spaß bei der Sache, die Zukunft der Bücherei mitzugestalten.
Foto: WP

Gevelsberg..  Der Name klingt noch etwas sperrig – und soll in absehbarer Zeit geändert werden, aber was sich hinter dem Jugendbüchereibeirat verbirgt, ist ein großer Schritt, die Stadtbücherei Gevelsberg – an der ein oder anderen Stelle etwas angestaubt – in eine frische, junge Zukunft zu führen.

„Bibliothek in Bewegung“

Zehn Kinder und Jugendliche zwischen neun und 15 Jahren trafen sich am Donnerstag Nachmittag zum ersten Mal, um aktiv daran mitzuarbeiten, dass die städtische Bibliothek für ihre Altersklasse attraktiver wird. „Sie waren mit Feuereifer bei der Sache“, sagt Büchereileiterin Stephanie Krohn, die Verstärkung von Kim Riesner, Mitarbeiterin der Buchhandlung Appelt bekam.

Die wiederum hatte ein dickes Bündel an Neuerscheinungen im Kinder- und Jugendbuchbereich geschnürt und stellte diese den jungen Leseratten vor. Die wiederum wählten jeder ihren Favoriten und begaben sich dann richtig an die Arbeit. Denn: „Wir haben ihnen ein Budget in Höhe von 500 Euro bereit gestellt, mit dem sie haushalten mussten“, sagt Stephanie Krohn.

Das gelang hervorragend und ist nur die erste von vielen verantwortungsvollen Aufgaben gewesen, die der Jugendbüchereibeirat übernehmen soll. Sie sollen als quasi Betroffene ganz entscheidend daran beteiligt werden, den Kinder- und Jugendbereich in der Stadtbücherei aufzupeppen. Die Resonanz auf die beiden neuen Lesesessel ist bereits hervorragend und auch diese neue Wohlfühlatmosphäre auszubauen, um die Kinder und Jugendlichen zum Verweilen zu bewegen steht ganz oben auf der Agenda. „Unser Jahresmotto lautet ,Bibliothek in Bewegung’. Das heißt nicht nur, dass wir die Leute zu uns bewegen müssen, sondern, dass wir uns auch selbst in Gang setzen“, sagt Stephanie Krohn, die den Beirat als ganz wichtiges Instrument dafür sieht.

Idee für Namen gesucht

Insgesamt hatte sie im Vorfeld 20 junge Leser angeschrieben. Dass nicht alle zur Premierensitzung erschienen waren, lag vor allem an Krankheitsfällen und anderen Terminen, so dass die Bücherei-Chefin davon ausgeht, dass in vier bis fünf Wochen zur nächsten Sitzung mehr erscheinen. Vielleicht ja auch jemand mit der zündenden Idee für einen neuen Namen.