Keine Chance für Extremisten

Wenn man dem menschenverachtenden Anschlag in Paris überhaupt etwas Gutes abgewinnen kann, dann die Tatsache, dass dadurch in Schwelm augenscheinlich der Grundstein dafür gelegt wurde, dass über alle Partei- und Religionsgrenzen hinweg die Menschen stellvertretend für ihre Institutionen näher zusammenrücken. Das gegenseitige Versprechen, sich mehr füreinander zu öffnen, mehr gemeinsame Aktionen durchzuführen und als Menschen dieser Stadt den Friedensgedanken nach vorn zu stellen und in die Welt zu tragen, klingt auf der einen Seite selbstverständlich, ist aber durchaus ein großer Schritt. Denn: Bisher haben auch alle friedlich existiert – aber neben – und nicht miteinander.


Und noch etwas wird hier ganz deutlich: Dieser Zusammenschluss verurteilt nicht ausschließlich die islamistische Radikalisierung, er geht weit darüber hinaus. Alle Beteiligten betonten: Egal ob rechts, ob links, ob islamistisch – keine Form des Extremismus hat Platz in Schwelm und im Ennepe-Ruhr-Kreis.


Dieser muss dafür noch nicht einmal in Gewalt und Morden gipfeln, wie nun in Frankreich. Denn schon den Versuchen muss Einhalt geboten werden, die Ängste der Menschen für scheußliche Ideologien zu schüren und zu instrumentalisieren. Gemeinsam, über alle Unterschiede hinweg.