Kaum Gefahr für Südkreis

Ennepetal/Bagdad..  Die Nachricht, dass am 19. Juli vergangenen Jahres ein 21-jähriger Ennepetaler bei einem Selbstmordanschlag in Bagdad viele Menschen mit in den Tod riss, erschütterte die Menschen. Er war von Salafisten radikalisiert worden und soll für den Islamischen Staat in den Dschihad gezogen sein. Für den Südkreis besteht aktuell allerdings keine erhöhte Gefahr, dass radikale Gruppen hier versuchen, junge Menschen für ihre abscheulichen Taten zu rekrutieren.

„Vor zwei Jahren versuchten solche Leute bei uns in die Moschee zu kommen. Wir haben ihnen gesagt, sie sollen verschwinden und gedroht, die Polizei zu rufen. So etwas hat bei uns keinen Platz“, sagt DiTiB-Vorsitzender Mehmet Konduoglu. Sven Flügge, Kontaktbeamter der Kreispolizeibehörde zu muslimischen Institutionen, sieht aktuell kein erhöhtes Gefahrenpotenzial für die Städte des Ennepe-Ruhr-Kreises: „Es gab im Kreis schon mal den Versuch von solchen Gruppen, einen Stand in einer Fußgängerzone anzumelden, aber unsere Zusammenarbeit ist mit allen Institutionen sehr ausgeprägt und vertrauensvoll. Wir sind sofort in den Dialog getreten.“ Klar sei aber auch: Hundertprozentige Sicherheit könne niemals gewährleistet werden.