Kartoffelkäfer sammeln und Kartoffeln ernten

Gevelsberg..  Sie treffen sich seit Jahren, immer in der Juliushöhe. Mal sind sie elf, mal nur sieben, mal zehn – aber sie treffen sich. Die ehemals 50 Schülerinnen und Schüler der Heideschulstraße, die 1952 ihren Abschluss machten, bleiben ihren Treffen treu.

Mit Butterweck unterwegs

Hannalore Spruth organisiert die Treffen, lädt ein und sammelt die Zeitungsausschnitte, in denen über das Treffen der Schulkameraden berichtet wird. Die Stimmung ist gut am Gesellschaftstisch im kleinen Nebenraum der Traditionsgaststätte. Die Gespräche kreisen um Aktuelles, manchmal blitzt auch die Erinnerung noch durch.

Der Busunternehmer Butterweck, der die Stufe zu Klassenfahrten zur Dechenhöhle oder nach Bad Wildungen fuhr, hatte nur einige 100 Meter entfernt seine Garage. Daran erinnert sich Wolfgang Schönrock gut. „In dem gelben Haus hatte Butterweck seinen Sitz. Ich bin da so oft vorbei gelaufen“.

„Butterweck – Marmelade aufm Tisch“, fällt den Männern und Frauen ein, als wäre die letzte Fahrt erst gestern gewesen. „Mit Butterweck sind wir losgefahren, um dann Waldbeeren zu sammeln oder eben Kohl zu ernten“, erinnern sich die Ehemaligen. Erst Kartoffelkäfer sammeln und dann Kartoffeln ernten gehörte zum Schulalltag wie die Brombeerblätter, die im großen Zeichensaal trockneten, um dann als Tee in die Tassen der Schüler eingeschenkt zu werden.

Im nächsten Jahr wieder

Die Kartoffelernten haben sie alle in guter Erinnerung. „Ich habe das gerne gemacht, denn auf den Bauernhöfen gab es immer gutes Essen“, erinnert sich Hannalore Spruth und daran, dass sie beim in der Reihe stehen im Sportunterricht immer die Kleinste war.

Im nächsten Jahr wollen sie sich wieder treffen – in der Juliushöhe, im kleinen Gesellschaftszimmer.