Jugendliche zeigen Flagge
07.02.2012 | 18:13 Uhr 2012-02-07T18:13:00+0100
Ennepetal. Da waren sie wieder. Die Jugendlichen der „ersten Stunde“, Fynn aus Rüggeberg und Fabian aus Breckerfeld, die beim ersten Treffen mit Abteilungsleiterin Bianca Euteneuer und Conny Tietzsch vom Fachbereich Jugend und Soziales unter dem Motto „Demokratie braucht Jugend“ den Wunsch äußerten, dass Jugendcafé des Mehrgenerationenhauses umzugestalten. „Alles schön frisch hier, aber es herrscht Krankenhausatmosphäre, es ist überhaupt nicht gemütlich“, urteilte Fynn.
Seit der ersten Zusammenkunft im Herbst vergangenen Jahres habe man sich mehrfach getroffen, so Euteneuer. Ideen zur Verschönerung wurden zusammengetragen. „Wir wollen selbst Hand anlegen, zeigen, dass wir etwas verändern können“, so die Jugendlichen. „Nicht wollen nicht nur meckern, sondern tätig werden“, sagte Fabian.
Am Samstag nun fand eine Aktion der Jugendinitiative „Democrazy“ zur Gestaltung des Cafés im MGH statt. Die Jugendinitiative wurde im Rahmen des vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) geförderten Projektes „Demokratie braucht Jugend“ vom Fachbereich Jugend und Soziales gegründet.
Chill-Out-Ecke
Democrazy setzt sich mit verschiedenen Aktionen für die Interessen von Jugendlichen auf kommunaler Ebene ein. So auch mit der „Open art“-Veranstaltung“.
Neben dem „harten Kern“ von 6 Jugendlichen – „eine sehr verlässliche Truppe“, bestätigte Euteneuer - kamen rund 25 weitere Interessierte, u.a. drei Schüler der Albert-Schweitzer Förderschule. Schulleiterin Silke Alam-Martini war mit der Kunstexpertin der Schule, Gabriele Riester, vor Ort.
Aber auch die Berufsschule, Real- und Hauptschule sowie das Gymnasium waren vertreten. Fachbereichsleiter Hans-Georg Heller war anwesend, und man merkte ihm die Freude an, den Pinsel zu schwingen.
„Ich habe als Kind nie gepuzzelt“, bemerkte Christopher. „Das hole ich jetzt nach“ - und er widmete sich großen Puzzleteilen, die er selbst zurechtschneiden musste. So entstand ein Riesenpuzzle.
Die Jugendlichen hatten die Sache selbst in die Hand genommen, sich Projekte ausgesucht, an denen sie mitarbeiteten wie Fertigung einer Wandskulptur mit Alltagsgegenständen, einer Graffitileinwand, wobei der Künstler Michael Heidel Anleitung gab oder einer „Chill-Out“-Ecke mit alten Autosesseln. Letzteres Projekt betreute Dietmar Glowatz.„Wir sind nach Castrop-Rauxel gefahren und haben Schrott gesammelt“, erzählte Fabian. Felix widmete sich einem Banner, und Lea bemalte Bilderrahmen.
Schrottskulpturen entstanden, Mobiles und Flaggen in unterschiedlichen Farben und Materialien „Die Jugendlichen können gestalten, worauf sie Bock haben“, blickte Bianca Euteneuer auf eine hoch motivierte Schar. Alle Kunstprojekte verschönern fortan den Cafébereich des Mehrgenerationenhauses. Zwischendurch konnten sich die Akteure an Pizza stärken.
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