Jürgen Weller auf Entdeckungsreise in Sizilien

Ennepetal..  In dem Buch „Episoden von der Kirchstraße“ erinnert sich Jürgen Weller daran, was er und die Nachbarskinder im Laufe der Jahre dort erlebt haben und wie sich ihre Heimat verändert hat. In seinem zweiten Buch geht es erneut um einen Erlebnisbericht, und wieder steht eine Straße im Mittelpunkt: Diesmal liegt diese jedoch nicht in Ennepetal, sondern auf Sizilien.

Sechs Tage lang war Jürgen Weller mit Freunden auf der italienischen Insel unterwegs - 550 Kilometer an der Küste entlang. „Sizilien mit dem Rad entdeckt“ lautet der Titel. Und genau das haben die Ennepetaler auch gemacht. „Wer in Sizilien unterwegs ist, der stolpert mit jedem Schritt über Geschichte“, sagt Jürgen Weller. Gerade deshalb sei es dort so faszinierend. Die Reise sei schon lange ein Traum gewesen. Und er sei froh, dass er die Tour geschafft habe. Sich sportlich darauf vorbereitet habe er sich aber nicht. Immerhin sei er 20 Jahre lang Vorsitzender der Sportfreunde Ennepetal gewesen, mache regelmäßig Sport, „das musste reichen“, sagt er und lacht. Hat es auch. Historische Wälzer habe er aber einige durchstöbern müssen, um sich eine Route zu überlegen, die an wichtigen Bauwerken vorbei führt.

Drei Freunde – alle im Rentenalter – haben ihn auf dem Rad begleitet, einer sei im Wohnwagen vorausgefahren, kümmerte sich um die Verpflegung der Reiselustigen. Die Fahrt begann in der Nähe von Palermo. In Richtung Süd-West ging es dann weiter. Vorbei an architektonischen Besonderheiten, historischen Relikten, herrlichen Landschaften. „Die Reise war ein besonderes Erlebnis für Augen und Sinne“, sagt Weller. Er glaubt, dass das, was er tagebuchartig festgehalten hat, auch anderen Sizilienreisenden hilfreich sein kann.

Schreiben als Hobby

50 Exemplare ließ er drucken, unterstützt wurde er von einigen Sponsoren. Die Reise-Broschüren will er für den Selbstkostenpreis abgeben. „Ich will nichts daran verdienen, ich möchte, anderen Sizilien einfach näher bringen.“ Weil es ihm eine Herzensangelegenheit sei, wie er sagt.

Als er noch mitten im Berufsleben stand, da sei für das Schreiben keine Zeit gewesen. Im Ruhestand könne er sich nun seinem Hobby widmen. Auch wenn es manchmal etwas länger dauert. Die Radtour hat Weller vor fünf Jahren gemacht. Sich an all die Erlebnisse zu erinnern, sei aber nicht schwer gefallen. „Schließlich habe ich mir damals alles aufgeschrieben.“ Sonst verblassen die Momentaufnahmen nur allzu schnell, betont Weller.

Und auch sein nächstes Buch handelt von einer Reise. Mehr will der 75-Jährige aber nicht verraten.