Journalisten-Nachwuchs zieht Praktikumsbilanz

Schwelm/Gevelsberg/Ennepetal..  Vor den Osterferien strömten wieder zahlreiche Jungen und Mädchen in die heimischen Betriebe, um ihre Schulpraktika abzuleisten. Drei von ihnen waren auch in unserer Redaktion und berichten hier, was sie gelernt und erlebt haben und natürlich, wie es ihnen bei uns gefallen hat.


„Die Telefone klingeln und die Mitarbeiter hauen in die Tasten. Ich absolvierte vom 9. bis 27 März ein Praktikum in der Redaktion, weil ich schon immer großes Interesse am Schreiben hatte, und mich der Beruf eines Journalisten sehr interessiert hat. In dem Praktikum konnte ich viele Erfahrungen sammeln, indem ich mit zu Terminen und auch selbst darüber schreiben durfte. Wichtig war es, dass ich gelernt habe, wie man einen Artikel schreibt. Das Schreiben in der Redaktion ist ganz anders als im Deutschunterricht.

Durch die Termine wurde mir klar, woher die Journalisten überhaupt ihre Informationen haben. Unter anderem wurde mir auch der Karriereweg eines Journalisten erklärt. Ich hatte zu Beginn ein total falsches Bild. Es steckt mehr dahinter als nur ein Job im Büro. Und von wegen Kaffee kochen als Praktikant – das sind alles Vorurteile.

Den Bürgermeister getroffen

Wer meiner Mitschüler kann schon von sich behaupten, dass er in seinem Praktikum den Bürgermeister oder den größten American Bully der Welt, treffen durfte.

Die Kollegen sind alle sehr nett gewesen. Auch ein besonderes Dankeschön an Klaus Bröking, der mich immer mit genommen hat zu Terminen. Am Besten hat mir gefallen, dass ich selbstständig einige Artikel schreiben durfte. Das vermittelt einem ein kleines Stück Selbstbewusstsein, auch wenn man einen Fehler macht, denn die gehören dazu.

Wenn ich Fragen hatte, konnte ich sie jeder Zeit stellen. Aber eine Sache werde ich nie vergessen: Ich musste hier lernen, auf Menschen zuzugehen. In diesem Beruf lernt man, offen mit Menschen ein Gespräch zu führen. Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich dieses Praktikum machen konnte. Es war eine tolle Zeit in der Redaktion.“
Kim Josephine Dieckmann (16)
Vom 16. bis zum 27. März 2015 absolvierte ich mein Praktikum in der Redaktion der WP und WR in Schwelm. Hierbei traf ich ausschließlich auf freundliche und immer hilfsbereite Mitarbeiter. Schnell lernte ich die Arbeitsmethoden der Redakteure kennen und auch zu verstehen.

Von Tag zu Tag entwickelte ich mehr Begeisterung für dieses Berufsfeld. Ich meine die Begeisterung für dieses Schulpraktikum war von Anfang an vorhanden, doch mit dem Verstehen der Arbeitsweisen und Beherrschung der Programme wuchs diese stetig an.

Arbeit am Sonntag sehr interessant

Weil ich sehr sportbegeistert bin und quasi jeden Tag mit dem Sport in Verbindung stehe, machte es mir große Freude den größten Teil meines Praktikums in der Lokalsportredaktion absolvieren zu können. Besonders interessant fand ich auch den Sonntag in der Redaktion. Zuerst ging es auf den Fußballplatz zur Oberliga-Partie des TuS Ennepetal gegen den SV Zweckel und danach zurück in die Redaktion um die Montagsausgabe fertig zu bearbeiten.

Ein weiteres Highlight war die Veröffentlichung meines Artikels über das Auswärtsspiel der Oberliga-Handballer der HSG Gevelsberg-Silschede bei der TuS 09 Möllbergen. Alles in allem war es genau das Praktikum, dass ich mir vorgestellt habe und ich möchte mich noch mal bei der gesamten Redaktion bedanken."
Fabian Külpmann (15)


„Spannende Berichte und aufregende Termine, oder Langeweile, Kaffee kochen und nichts zu tun?- Was wird mich erwarten?“, fragte ich mich, als ich vor zwei Wochen aufgeregt meinen ersten Praktikumstag in der Zeitungsredaktion der Westfalenpost und Westfälischen Rundschau in Schwelm antrat. Ich habe mir diesen Praktikumsplatz ausgesucht, weil es mir viel Spaß bereitet, Texte zu schreiben, zu fotografieren, ich gern mit Menschen zusammen arbeite und neugierig bin. Doch würde ich auch die Möglichkeit bekommen, genau dies auszuprobieren und näher kennenzulernen?

Von einem ehemaligen Praktikanten, Frederik Stein, hatte ich erfahren, wie viel Spaß es ihm in der Redaktion gemacht hat und ich muss sagen, er hat mir nicht zu viel versprochen! Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass ich Tag für Tag sehr freundlich und aufgeschlossen empfangen und behandelt wurde, fast so als wäre ich auch schon selbst eine Mitarbeiterin. Außerdem hatte ich wirklich keine Langeweile und konnte immer wieder etwas Neues erleben.

Hilfreiche Tipps der Redakteure

Ich durfte Umfragen in der Schwelmer Innenstadt machen, schrieb selbst Artikel, so zum Beispiel über Jobact, ein Arbeitslosenprojekt für junge Erwachsene in Gevelsberg, die Sonnenfinsternis und den Bauernmarkt in Schwelm. Auch in einer Sitzung des Schulausschusses im Gevelsberger Rathaus war ich. Ich konnte mich immer wieder aufs Neue durch hilfreiche Tipps der Redakteure in meinem Schreibstil verbessern und viel Neues dazu lernen.

Beim näheren Kennenlernen der täglichen Aufgaben eines Journalisten habe ich gemerkt, wie viel Freude ich an dem Beruf habe und entwickeln kann. Schade, dass diese tolle und spannende Zeit nun schon wieder vorbei ist. Das ständige Klackern der Computertasten wird mich wohl, genauso wie die vielen tollen Erfahrungen, die ich sammeln konnte, auch noch lange begleiten. Dankeschön, liebe Redaktion!
Jana Marie Bertermann (15)