Jetzt Vertrauen aufbauen

Die große Hoffnung lautet: Die Einschätzung der Verwaltung ist – wie es von den Experten in den kommunalen Fachbereichen zu erwarten ist – vollkommen richtig. Hieße: Der Ankauf erfolgt problemlos, das Projekt kann in die Tat umgesetzt werden.

Sollte dies bis zur Ratssitzung jedoch nicht hundertprozentig geklärt sein, lautet die Frage allerdings: Haben die Ratsmitglieder das notwendige Vertrauen in ihre Verwaltung, um den vorgegebenen Weg trotz einer nicht bis ins letzte Detail geklärten Rechtslage mitzugehen? Der Politik schriftlich mitzuteilen, die Verwaltung habe erst aus der Presse von dem Ansinnen des Landwirts drei Tage später erfahren, obwohl der 1. Beigeordnete Ralf Schweinsberg direkt daneben stand, als dieser sich vor dem Haus Martfeld als Eigentümer der Teilfläche ausgab, ist auf jeden Fall keine vertrauensbildende Maßnahme. Ebenso wenig kann die Mitteilung, alle Fragen seien geklärt, als eine solche gewertet werden, wenn der Landwirt zwei Tage später schriftlich exakt das wiederholt, was er zuvor bereits bei oben genannter Veranstaltung mündlich erklärte.

Jetzt ist ein professionelles, lösungsorientiertes Krisenmanagement des Bürgermeisters gefordert. Die Vogel-Strauß-Taktik gehört mit Sicherheit nicht dazu.