Jeremy Green hält Aura des Tanzes mit seiner Fotokunst fest

Schwelm..  Bei Ballettaufführungen wünschen sich viele Zuschauer, sie könnten den Augenblick festhalten. Der Zauber des Tanzes beruht ja auch auf der Unwiederholbarkeit der einzelnen, berührenden Bewegungen.

Ein wirksames ästhetisches Mittel, die Idee von Schritt und Figur in ihrer nachhallenden Wirkung festzuhalten, hat Jeremy Green entwickelt. Der Tänzer, Choreograph und Direktor der Jugend-Tanz-Kompanie „ballett Mett“, stellt zurzeit im Schwelmer Rathaus digitale Fotos aus. Grundlage sind Motive aus Ballett-Proben und -Aufführungen. Mittels technischer Experimente gelingen Green Werke, die ätherisch und heiter sind, melancholisch und nachdenklich.

Bürgermeister Jochen Stobbe ist fasziniert von den Zeugnissen des kreativen Grenzganges zwischen Ballett und digitaler Fotokunst: „Bei der Betrachtung der herausragenden Werke von Jeremy Green gewinne ich den Eindruck, dass er für uns jenen atmosphärischen ,spirit‘ sichtbar macht, der während des Tanzes fühlbar wird und schnell vergeht.“

In den Figuren und Positionen der Tänzer geschieht so viel mehr als reine Bewegung. Eine Geschichte wird erzählt, eine Haltung vorgestellt, eine Stimmung übertragen. Hinter der Choreographie verbirgt sich zudem das Wesen des individuellen Tänzers oder der Tänzerin.

Es war eine Premiere im Rathaus, dass zu einer Fotoausstellung zum Thema „Ballett“ auch getanzt wurde. Zu den Klängen einer Komposition von Domenico Scarlatti trat die Tänzerin Daniela Riebesam aus der Kompanie von Jeremy Green auf.

Die Ausstellung ist bis zum 13. Februar zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Es wird kein Eintritt erhoben.