Investition wirkt nicht direkt auf Etat

Gelegentlich ist die Meinung zu hören, dass das Haushaltsloch der Stadt doch gar nicht entstehen würde, wenn man beispielsweise auf eine Großinvestition wie den Bau eines neuen Stadtbetriebe-Sitzes verzichten würde. So einfach ist das allerdings nicht, wie Kämmerer Dieter Kaltenbach betont.

Eine Investition habe keinen unmittelbaren Einfluss auf das Jahresergebnis, erläutert Kaltenbach. Der Investitionssumme stehe zunächst einmal ein entsprechender Gegenwert bei den Anlagegütern entgegen. Für den Ergebnishaushalt seien nur die Zinsen für aufgenommene Kredite sowie die Abschreibungen – also der rechnerische Wertverlust – wirksam.

Abschreibungszeitraum variiert

Die Abschreibungsdauern, also der Zeitraum, bis ein Gut buchhalterisch keinen Wert mehr hat, variiert. Von maximal 80 Jahren bei bestimmten Gebäuden bis zu fünf Jahren beispielsweise bei IT-Anlagen reicht die Bandbreite. Grundsätzlich müsse eine Stadt investieren, um funktionsfähig zu bleiben, macht der Kämmerer klar. Allerdings müsse im Rahmen des nun verabschiedeten Haushaltssicherungskonzepts dargestellt werden, wie ein Haushaltsausgleich innerhalb der nächsten Jahre erreicht werden kann. Daher dürften die Belastungen durch Zinsen und Abschreibungen nicht zu groß werden.