„In der Innenstadt ist einiges in Bewegung“

Hier ist ein Luftbild der Innenstadt von Juli 2013 zu sehen.
Hier ist ein Luftbild der Innenstadt von Juli 2013 zu sehen.
Foto: www.blossey.eu

Ennepetal..  Bis zum Jahreswechsel habe sich viel in der Fußängerzone getan, bilanziert Citymanager Ulrich Schilling. Das Bürgerbüro habe für Belebung in der Stadt gesorgt, der Innenstadtdialog brachte viele Impulse und Ideen. Aktuell liefen Gespräche von Stadtplaner Frank Heintze mit Hauseigentümern in der Voerder Straße. Die neue Gastronomie, das „Ambience“, lief gut an. Und auch die Eigentümer der Geschäfte, die ihren Standort verlagerten, wie das Reisebüro und die Postpartner-Filiale, seien zufrieden. Doch nun hat es einige Geschäftsschließungen gegeben.

Die Voerder Straße hat einen Lebensmittelgeschäft weniger. Der türkische Gemüsehändler gab seinen Laden auf, auch bei Crêpe und Kaffee bleibt die Tür seit einiger Zeit verschlossen. Der Antiquitätenhändler ist ebenfalls nicht mehr da. Zudem hat Lutz Gehrmann sein Fotogeschäft aus Altersgründen zum 31. Dezember für immer geschlossen (wir berichteten).

Hinter all diesen Schließungen würden eher persönliche Gründe im Vordergrund stehen, so Schilling. Aktuell sehe er deshalb noch keinen Negativtrend, auch wenn die aktuellen Ereignisse traurig seien: „In der Innenstadt ist einiges in Bewegung“. Außerdem befinde sich der Bürgermeister in Gesprächen mit Menschen, die in der Stadt investieren wollen. Nicht zu vergessen der Innenstadtdialog, der viele Anregungen brachte.

Ringkaufhaus steht vor Verkauf

Die Stimmung sei bei vielen optimistisch, so Schilling. Der Citymanager habe den Eindruck, dass rund um das Bürgerbüro zudem mehr Leute unterwegs seien. Marc Schulte, der Eigentümer des „Ambience“ habe ihm mitgeteilt, dass er zufrieden mit dem Start seiner Bar sei. Nach dem Umzug des Reisebüros und des Partnershops der Post würden sich die Eigentümer über mehr Zulauf freuen. Ein Ennepetaler habe ihm von einem Angebot eines Investors erzählt, der sein Haus für wenig Geld kaufen wollte. Er hat abgelehnt, weil er sicher sei, dass sich die Innenstadt positiv entwickeln werde.

Wichtig sei es, weiter in den Standort zu investieren, so Schilling, damit Ennepetal attraktiver für Geschäftsleute werde. „Was wir nicht brauchen, sind Spielhallen.“ Der Citymanager setzt weiter auch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, was mit Gastronomie- und Dienstleistungsbetrieben erreicht werde.

Der größte Leerstand in der Innenstadt ist noch immer im Inneren des Ringkaufhauses. Doch auch hier wird sich wohl einiges tun. Das ist zumindest zu erwarten. Denn das Gebäudeportfolio, zu dem die Immobilie gehört, soll jetzt verkauft werden. Anke Velten-Franke aus dem Amt des Bürgermeister erklärt, dass die Verwaltung Anfang Januar über den aktuellen Stand informiert werden soll. Was Velten-Franke optimistisch stimmt ist, dass der neue Eigentümer wohl darauf spezialisiert sein soll, Immobilien zu aktivieren. Wenn der Wechsel vollzogen sei, müsse man sehen, wie es weitergeht. „Natürlich wäre es schön, wenn wir mehr Einfluss auf die Entwicklung nehmen könnten“. Man müsse jetzt erst einmal abwarten.

Nichts Neues gibt es aktuell von der Curanum-Immobilie im Eingangsbereich der Voerder Straße. Schon seit dem frühen Sommer wird mit einem Investor verhandelt, der bekanntlich barrierefreies Wohnen in dem ehemaligen Seniorenheim anbieten möchte. Ein Vertragsabschluss wurde jedoch noch nicht verkündet. Auch der Stadt ist noch nichts neues bekannt.