Im Internet den Kindern auf den Fersen bleiben "Tatort Chatroom": Fachtagung am RGE gestern eröffnet
25.10.2007 | 18:51 Uhr 2007-10-25T18:51:59+0200Ennepetal. (RiWi) Kinder und Jugendliche seien den Erwachsenen in Sachen Internet und neue Medien "um viele Schritte voraus", markierte zur Begrüßung bereits Bürgermeister Michael Eckhardt als Schirmherr der Fachtagung "Tatort Chatroom" im RGE die Stando
Reichenbach-Schulleiterin Margret Kleine-Brüggeney skizzierte als Gastgeberin den Aktionsrahmen, im langtägigen Workshop bei umfangreichem Programm "den Vorsprung zu verringern", Lebenswirklichkeit einzuholen, um Kinder auf ihrem Weg ins Erwachsenenalter zu begleiten. "Fragen sie doch einfach ihre Kinder", ermunterte auch Wolfram Hilpert von der Bundesprüfstelle für Jugend gefährdende Medien als erster Referent zum Erwerb von mehr "Medien-Kompetenz". Gleichzeitig warnte er davor, "zu verteufeln, einfach etwas zu verbieten, nur weil sie sich nicht auskennen". Er rät zu Freiräumen - ebenso zu Grenzen. "Ein Fernseher gehört nicht ins Kinderzimmer", lautet die klare Ansage des Jugendschützers, der außerdem vor zu viel Mediennutzung warnt.
Anschaulich führte Hilpert gute und schlechte Seiten des Internet vor, Kinderseiten, aber auch Adressen, hinter denen Gewalt, sexuelle und Menschen verachtende Anmache lauert. "Gute und schlechte Seiten" waren auch Thema der anschließenden Theateraufführung "Click it" vom Präventionstheater Zartbitter aus Köln, über "Chancen und Risiken des Internets". Dazu hatten die erwachsenen Teilnehmer ihre Plätze in der Aula für die Sechstklässler des RGE und aus der Realschule geräumt, um von der Galerie aus das Bühnengeschehen zu verfolgen.
Eine Reihe von Workshops sowie ein "Markt der Möglichkeiten" mit Informationsständen verschiedener Beratungsstellen rundeten das Mammutprogramm des Arbeitskreises gegen sexuelle Gewalt im Südkreis unter dem Motto "Jugend gefährdende Medien und sexuelle Gewalt in Chat-Räumen" ab.
Rita Köster (Caritas), Jasmin Bousardt (Ev. Beratungsstelle), Uwe Kreis (Kreispolizeibehörde) und Michaela vom Wege (Stadt Ennepetal) haben bei der beinahe ganzjährigen Vorbereitung der Fachtagung ganze Arbeit geleistet, die mit einem Informationsabend für besorgte Eltern noch lange nicht ausklang.
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