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Deckenflohmarkt in der Stadtbücherei

Im bunten Gewusel Taschengeld aufgebessert

12.10.2015 | 21:30 Uhr
Im bunten Gewusel Taschengeld aufgebessert
Auf ihren Decken breiten die Flohmarktteilnehmer ihr Angebot aus. Viele haben ihr Kinderzimmer durchforstet und mit in die Stadtbücherei genommen. Bücher, Spiele, Spielzeug und vieles mehr wechseln dort den Besitzer.Foto: Angelika Trapp

Ennepetal. Geschickt verhandelnde Mädchen und Jungen saßen am Samstag beim Deckenflohmarkt, den die Stadtbücherei zum vierten Mal organisiert hatte, vor all ihren Schätzen. „Punkt 10 Uhr waren alle Ecken belegt, es läuft gut. Wichtig ist aber immer, dass auch zahlreiche Käufer erscheinen“, freute sich Büchereileiterin Verena Lückel mit ihrem Team über das bunte Gewusel.

Kinder und Jugendliche von sechs bis 14 Jahren waren eingeladen, alles, was das Kinderzimmer überquellen lässt, anzubieten, um das Taschengeld aufzubessern. 37 Decken beziehungsweise Stände mit mehr als 70 Kindern waren besetzt. Viele Mädchen und Jungen waren mit von der Partie, die auch im letzten Jahr schon teilgenommen hatten wie Zoe (10) und Davis (8) aus Rüggeberg, die eine rosa Kinderzimmerlampe verscherbeln wollten. „Ich möchte das Geld für eine Meerjungfrauenflosse sparen“, erklärte Zoe. Die Geschwister Celine (12) und Cindy (9) lockten mit dem Spiel „Der schiefe Turm von Pisa“ und mit einem Fotoapparat für kleines Geld. „Eben haben wir eine ganze Lego-Kiste verkauft“, freuten sich die Mädchen, die das eingenommene Geld teilweise für einen guten Zweck spenden möchten. Visnu (6), Erstklässler der Grundschule Voerde, wünscht sich neuere Technik, gab dafür seinen Lerncomputer ab.

Uwe Schoelling, der Spielzeugautos sammelt, wurde rasch fündig. Einen Mercedes 300 S für 1,50 Euro konnte man sich nicht entgehen lassen. Zwillingsbruder Jörn Schoelling griff zu einem Bleistiftanspitzer für seine Töchter. Mia (3) und Ben (5) hatten von den Eltern Taschengeld mitbekommen, das sie sich gut einteilen sollten. Das fiel schwer angesichts der vielen tollen Spielsachen. „Gut, dass Opa Harald dabei ist“, meinte Ben.

Reichenbach-Schülerin Charlotte (11), die jede Menge Bücher anbot, freute ich über viele Interessierte. Die Cousinen Shanara (10) und Lina (9) lockten mit einem Einrad, mit dem Spiel „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und mit Pferdchen, denen man Zöpfe flechten konnte. „Aber das, was uns Oma Anne mal geschenkt hat, geben wir nicht ab“, beteuerte Shanara.

Keine Stand-Gebühren

Jaron (4) saß auf Mamas Schoß, Schwester Kira (8) verhandelte. Plötzlich stürzte sich Jaron auf seinen Rucksack mit Löwenkopf, für den sich Visnu interessierte. Den zum Verkauf angebotenen Rucksack fand er plötzlich bildschön, wollte ihn wieder mit nach Hause nehmen, obwohl die Mama sagte: „Wir waren uns doch einig…“

Spiele, Bücher, Puppenwagen, Comics, Barbies, Stofftiere, Kinderschuhe, Babypuppen, Schiefertafeln mit Kreide, Piratenschiffe und Modellautos: Das Angebot war groß. Stand-Gebühren wurden nicht erhoben. Das eingenommene Geld durften die Kinder behalten.

Das Büchereiteam bot neben Getränken und Kuchen sowie frischen Waffeln auch belegte Brötchen an. Wer wollte, konnte sich zum herbstlichen Basteltisch begeben, wo Verena Lückel eine volle Kiste bunter Herbstblätter zur Verfügung stellte, die sie in Ennepetal, aber auch in Rhein-Pfalz gesammelt hatte. Lustige Fliegenpilze und Kastanienraupen konnten unter Anleitung hergestellt werden.

Angelika Trapp

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2015-10-12 21:30
Ennepetal