Illegale Mountainbikestrecke soll schon bald am Höhenweg verschwinden

Schwelm..  Fast fünf Stunden diskutierten die Schwelmer Politiker im Stadtentwicklungsausschuss – dabei haben sie mehrere Entscheidungen auf den Weg gebracht.

Mountainbike

Die Tage der illegalen Mountainbikestrecke im Waldgelände am Höhenweg sind gezählt. Der Stadtentwicklungsausschuss hat einstimmig die Empfehlung an den Rat ausgesprochen, den von Unbekannten ohne Genehmigung errichteten sogenannten „Pumptrack“ zurückzubauen. Die Kosten dafür trägt die Stadt, da sie Grundstückseigentümerin ist. Die eigentliche Mountainbikeanlage bleibt bestehen. Der Verwaltungsvorschlag, nach einer anderen Fläche zu suchen, auf der ein „Pumptrack“, ein Rundkurs aus Steilkurven, Wellen und Sprüngen, entstehen könnte, wurde einstimmig abgelehnt.

Gewerbegebiet Brunnen

Die Politik will sich alle Möglichkeiten offen halten, ob auf dem Parkplatz am Brunnen ein Gewerbegebiet entwickelt werden soll. Mehr noch. Der Fachausschuss hat die Verwaltung damit beauftragt, einen Entwurf für einen Bebauungsplan zu erstellen. Die SPD war dagegen, weil sie die Fläche gegenwärtig so belassen möchte, die CDU sieht in einem möglichen Gewerbegebiet die Chance, Einnahmen für die Stadt zu generieren. Eine Kostenkalkulation konnte die Verwaltung nicht geben. Fest steht, dass wohl mit einem erhöhten Aufwand zu rechnen sei, da umfangreichere Gründungsmaßnahmen notwendig seien. Außerdem belasten Schwermetalle den Boden.

Geprüft werden soll auch, ob der Sportplatz Rote Berge, wenn er im Zuge des geplanten Kunstrasenbaus aufgegeben wird, als Parkplatz genutzt werden kann. Ein Verkehrsgutachten soll für Klarheit sorgen.

Gestaltung der Altstadt

Eigentlich sollte im Stadtentwicklungsausschuss über eine Neufassung der Gestaltungssatzung für den Altstadtbereich beraten und entschieden werden. Die Politiker haben aber eher darüber diskutiert, ob die Bürger und wenn ja welche, an den Überlegungen beteiligt werden sollen.

Mit einer knappen Mehrheit sprach sich der Ausschuss dafür aus, eine Versammlung mit Anwohnern und Eigentümern zu veranstalten. Die FDP hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Der Termin ist erst einmal auf den 5. Mai datiert worden – vorausgesetzt der Hauptausschuss trifft heute die gleiche Entscheidung und spricht sich mehrheitlich für eine Anwohnerbeteiligung aus.

Stadtmitarbeiter Egbert Lethmate erklärte, dass die Gestaltungssatzung in den 70er Jahren aufgestellt worden, nicht mehr zeitgemäß sei und einen eher knebelnden Charakter habe was Städtebau und Denkmalpflege angehe.