Hunde reißen 19 Rehe im Bereich der Jagdgenossenschaft Meininghausen

Ennepetal..  „Freilaufende Hunde sind ein großes Problem im Bereich der Jagdgenossenschaft Meininghausen!“ Dieses Thema beschäftigte die Genossenschaftsversammlung in der Gaststätte „Zur guten Quelle“ auf Jellinghausen.

Wie der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft, der auf Störringen wohnende Breckerfelder Bürgermeister Klaus Baumann, dieser Zeitung sagte, wurden im Jagdjahr 2013/14 (es dauert vom 1. April bis zum 31. März) 19 Stück Rehwild von Hunden gerissen. Im laufenden Jagdjahr sind es bisher acht Rehe, die von freilaufenden Hunden gerissen wurden.

24 Wildschweine erlegt

Sorge mache den Jagdgenossen – es sind nicht die Jäger, sondern die Verpächter von Wald- und Feldflächen für die Jagd – auch das Reiten in den Wäldern. Klaus Baumann: „Bei uns gibt es keine ausgewiesenen Reitwege.“ Geritten werde sogar durch das FFH-Gebiet (Fauna, Flora, Habitat), das unter besonderem Schutz steht.

Im Gebiet der Jagdgenossenschaft Meininghausen wurden im Berichtszeitraum 24 Wildschweine erlegt. Das sei eine beachtliche Zahl, so Klaus Baumann, denn immer werde aus der Bevölkerung heraus gefordert, vermehrt Schwarzwild zu schießen.

In der Versammlung sprach sich die Jagdgenossenschaft gegen eine geplante Änderung des Jagdgesetze aus. Sie würde wieder eine Erhebung der Jagdsteuer möglich machen. Die Jagdgenossen befürchten, dass dadurch eine Verpachtung erschwert werde. Mitglied Kohlstadt nahm auch an der kürzlich stattgefundenen Demonstration der Jägerschaft gegen das geplante Gesetz in Düsseldorf teil.

Klaus Baumann Erster Vorsitzender

Den Vorstand der Jagdgenossenschaft Meininghausen bilden: Erster Vorsitzender Klaus Baumann, Zweiter Vorsitzender Heiner Höhner, Beisitzer Helma Prinz, Günther Fehlert und Jan Uebing, Kassierer Karl Ferdinand vom Ort, Schriftführer Bernd Jellinghaus, dessen Stellvertreterin Margot Baumann.

Der Bezirk der Jagdgenossenschaft Meininghausen wird begrenzt von der Bergstraße/Aske in Voerde, von der Gevelsberger Stadtgrenze und von der Milsper Straße sowie von der Kehr in Altenvoerde. Das Gebiet umfasst insgesamt 552 Hektar, davon können 340 Hektar bejagt werden. Jörg Latuske (Dortmund) ist Jagdpächter und Jagdausübungsberechtigter.